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 Absolute Wahrheit

Erste Morgenrede vom Meister, gehalten am 21.September 1930, Sofia-Izgrev

Habt ihr das Daniilgebet auswendig gelernt?

Jeder sollte für sich selbst das Johannes Evangelium lesen. Es ist empfehlenswert, dass jeder ein Evangelium mit sich trägt. Ich sage: Was ihr auch macht, das macht ihr für Gott. Sobald ihr das Klassenzimmer betreten habt, seid still und konzentriert.

Als Schüler müsst ihr die Wahrheit sagen. Der Schüler darf nicht lügen, denn die Lüge ist eine doppelte Sünde. Wenn man einen Fehler macht und ihn nicht gestehen will, lügt man. Von euch wird verlangt, den Namen Gottes zu preisen. Tut ihr das nicht, so werden andere kommen die es tun. Liebt ihr Gott, so bewahrt seinen Namen heilig und ehrt gleichzeitig die Menschen.

Man sagt, ich handele manchmal menschlich. Wenn dem so ist werde ich in Zukunft immer wie Gott handeln. Egal wie ich mit den Menschen umgehe – sie sind immer undankbar. Gott hat ihnen Leben, Verstand und Herz, alle Güter gegeben und trotzdem sind sie undankbar. Seit Jahrtausenden arbeitet Gott für euch und doch seid ihr undankbar. Es steht in der Heiligen Schrift: "Der Ochse kennt seinen Herrn, doch Israel kennt ihn nicht." Wie will man Gott erkennen, wenn man noch nicht einmal seinen Verstand und sein Herz beherrscht? Wie will man Gott dienen, wenn man mit allen Leuten streitet? Das bezieht sich auf alle ohne Ausnahme. Auch unter euch gibt es keinen, der so ist wie er sein sollte.

Heute richte ich mich an euch alle. Falls ihr unzufrieden seid, so geht in die Welt, wo die Peitsche auf euch wartet. Wenn ihr Gottes Willen nicht erfüllt, wird nichts von euch übrig bleiben. Vergesst das nicht! Nur die Werke jener, die Gottes Willen erfüllen, werden leuchten. In der Heiligen Schrift steht: "Ihr sollt vollkommen sein, weil euer Vater im Himmel vollkommen ist." Nun werde ich einen Versuch starten, um festzustellen, wer von euch vollkommen ist und wer nicht. Ich übergieße euch mit etwas Petroleum und dann zünde ich ein Streichholz an, um zu sehen, ob ihr zu brennen beginnt oder nicht. Wenn ihr zu brennen beginnt und verbrennt, werdet ihr selbst wissen, zu welcher Menschensorte ihr gehört; passiert das nicht, so wisst ihr wiederum, was für Menschen ihr seid. Wissen braucht der Mensch. Wenn Wissen das Menschenleben nicht zur Weiterentwicklung bringt, so ist es kein wahres Wissen und wird zur Last, mit der man allein nicht fertig werden kann. Wenn sich das Wissen nicht in ein Licht verwandelt, bei dem man lesen kann, so ist es kein wahres Wissen. Je mehr das menschliche Bewusstsein erwacht, umso stärker wird das Licht. Arbeitet also daran, euer Bewusstsein zu erwecken, schläfert es nicht ein. Nur ein Mensch mit wachem Bewusstsein darf das Reich Gottes betreten. Alte, Schwächliche oder Menschen mit zitternden Händen und Füßen werden dort nicht eingelassen. Merkt euch: Nur junge Leute werden in die göttliche Schule aufgenommen. – Was wird aus den Alten? Der Alte muss sich verjüngern und der Junge muss sich in eine strahlende Sonne verwandeln. Das verlangt die göttliche Lehre, sie schafft überall Ordnung. Ein Schüler verbreitet Blumenduft. Die göttliche Lehre schließt jede Unreinheit aus.

Einige von euch halten immer noch an der Kirche fest, an den Predigten ihrer Hirten. Sie sind frei – sollen sie zu ihnen gehen, um sich deren Predigten anzuhören. Wenn ihr meint, die Lehre der Welt sei richtig, geht in die Welt. Dann bin ich frei. Merkt euch eins: Nirgendwo werdet ihr einen leichten Weg der Erlösung finden. Wo Gottes Liebe entstellt ist, dort kann es keine Erlösung geben. Vorübergehend könnt ihr euch täuschen, aber ihr findet nicht, wonach ihr sucht. Wenn ich euch so betrachte, sehe ich, dass einige von euch einzig zu mir kommen, damit ich ihnen gewisse Geheimnisse lüfte. Und sollten sie noch Jahrtausende bei mir bleiben – ich werde ihnen nichts anvertrauen. Warum? – Weil sie für dieses Wissen noch nicht bereit sind. Danach werden sie sich beschweren, dass ich sie nicht richtig eingeschätzt habe. Wie könnte ich sie auch so einschätzen wie sie gerne möchten, wenn sie versuchen, mich zu belügen. "Der Meister hat mich schlecht behandelt." – Wie sollte ich mich dir gegenüber gut verhalten, wenn du die Wahrheit mit Füßen trittst? Wie soll ich mich jemandem gegenüber verhalten, der mit seinem Verstand das göttliche Wissen schändet und mit seinem Herzen die Liebe Gottes befleckt? Das betrifft euch alle – keinen schließe ich aus. Unter euch befindet sich nicht ein wirklich rechtschaffener Mensch. Deshalb sage ich: Wenn man seine Unehrlichkeit nicht in Ehrlichkeit verwandelt, kann man kein Mensch werden. Erst wenn sich die Unredlichkeit der Welt in Redlichkeit verwandelt kann man etwas von ihr erwarten. Versucht mal heutzutage jemandem zu sagen, dass er nicht rechtschaffen sei, darauf wird er sofort antworten: "Mein Vater ist ein Edelmann und meine Mutter ist eine rechtschaffene Frau." Ich frage: Was haltet ihr von der Ehrlichkeit eines Volkes, wenn selbst der Königssohn ein Dieb ist? Wo bleibt denn eure Ehrlichkeit, wenn selbst ihr, die ihr Gottes Willen erfüllt, Diebe seid? – "Aber ich habe doch alles erfüllt, was von mir verlangt wurde." – Nur einmal? Werdet nicht zu Dienern des Teufels und der negativen Kräfte. Wenn ihr das göttliche Wissen nicht zur Anwendung bringt, dann stoßt ihr auf das Wissen der Schwarzen Loge, von dem das ganze Unglück auf Erden hervorgerufen wird. "Uns hilft ja Gott." – Wie soll das geschehen, wenn ihr keine großartige Idee habt? – "Wir werden beten." – Ihr werdet zwar beten, aber keine Antwort bekommen. Glaubt ihr wirklich, dass wenn ihr erfolglos seid, Gott mit euch ist? Solange man mit Gott nicht eins wird, keinen ständigen Frieden in der Seele bewahrt und Gottes Willen nicht erfüllt, wird man niemals endgültigen Erfolg haben.

Von euch allen wird verlangt Ordnung in euch selbst zu schaffen und mit jener Geistergesellschaft, die in euch tobt, fertig zu werden. Ihr seid der Vorsitzende dieser Gesellschaft. Schafft ihr dort keine Ordnung, dann bleibt von euch nichts übrig. Versucht nicht eure Mitglieder zu rechtfertigen! Lügen ist nicht gestattet. Verdreht die Wahrheit nicht, verdreht auch meine Worte nicht. In meinem Namen zu lügen erlaube ich nicht. Bedenkt: Wer in meinem Namen lügt, von dem wird nichts übrigbleiben. -"So hat es der Meister gesagt." Zehnmal sollt ihr das von mir Gesagte überprüfen, aber lügt nicht in meinem Namen. Auch in Gottes Namen dürft ihr nicht lügen. In der Schule ist absolut keine Lüge erlaubt. Nach all dem kommt jemand daher und redet über die Liebe. Was soll man dem Hungrigen über die Liebe erzählen? Gib ihm etwas zu essen, nichts weiter. Du hast ihn bewirtet und damit Gottes Willen erfüllt. Da will mir einer erzählen, Gott sei ihm erschienen. Das ist ein mechanisches Verstehen der Dinge. Die Zeit solcher Lügen ist vorbei. Wenn von nun an Gott zu uns sprechen kann, wo bleibt denn die Wahrheit? Die Knospe, die sich jetzt öffnet, hat sich lange auf diesen Prozess vorbereitet. Diese Knospe ist schon oft aufgeblüht. Du sagst, die Sonne sei aufgegangen. Die Sonne ist oft aufgegangen, aber du hast sie nicht gesehen. Daraus folgt: Wenn du bis jetzt noch nicht aufgeblüht bist, dann sorge dafür. Die Kraft des Menschen verbirgt sich im Knospen, im Öffnen der Blüte.

Jung oder alt, alle müsst ihr das Leben richtig verstehen. Einige von euch denken, sie hätten nichts mehr zu lernen. Habt ihr das Gesetz der Selbstaufopferung studiert und wisst ihr, welche Beziehung es zum Leben hat? Im Leben werdet ihr opfern lernen. Von euch wird verlangt, richtig zu leben, um euer Leben in die richtigen Bahnen zu leiten. Tut ihr das nicht, dann werde ich es tun. Doch dann weh euch! Es folgt eine solche Berichtigung, wie sie sich keiner von euch vorstellen kann. Ihr werdet selbst sehen, was kommen wird, aber wartet lieber nicht auf diesen Tag. Ihr seid verloren, wenn ihr denkt, dass sich eure Angelegenheiten bessern werden, wenn der Krieg kommt. Wartet nicht auf den Sonnenuntergang, damit eure Angelegenheiten in Ordnung kommen. Im Gegenteil, eure Angelegenheiten werden sich bessern, solange die Sonne scheint und deshalb nutzt diesen Augenblick. Reinigt eure Herzen gemäß der Freiheit, die euch von Gott gegeben wurde. Was man gesät hat, das wird man auch ernten. Das Gesetz ist streng. Was man auch tut, man wird selbst die Folgen tragen. In Zukunft wird weder der Vater für seinen Sohn, noch die Mutter für ihre Tochter büßen. Die Zeit, in der die Eltern für ihre Kinder die Verantwortung übernahmen, ist vorbei. Einst musste man bis zur vierten Generation für das verursachte Übel bezahlen. Heutzutage wird jeder selbst für seine Fehler bezahlen müssen. Keiner wird für einen anderen zahlen.

Daher: Wer in die Klasse kommt, muss für Harmonie sorgen und den Frieden in sich selbst bewahren. Statt miteinander zu diskutieren, schlagt die Bibel auf und lest. Das nächste Mal soll jeder die Bibel mitbringen und lesen. Falls jemand nicht die Möglichkeit hat, das ganze Buch mitzubringen, so soll er nur das zum Lesen bestimmte Kapitel abschreiben. Sonst sind unsere Treffen sinnlos. Welchen Sinn haben unsere Versammlungen, wenn wir den Segen Gottes nicht bekommen? Mit Gott zu spielen ist nicht gestattet; das ist die gefährlichste Sache der Welt! Vor Gottes Angesicht stehend verlangt ihr nach diesem und jenem, danach aber macht ihr, was ihr wollt. Ihr versprecht etwas ohne es zu erfüllen. Wenn ihr Gott etwas versprecht, so erfüllt es! Sagt man einmal, dass man ihm dienen wird, dann muss man sein Versprechen halten, und wenn es das Leben kosten sollte.

Während ich euch beobachte bemerke ich, dass ihr euch gehen lasst und nicht wie früher arbeitet. Ihr wollt frei sein. Die Tatenlosigkeit ist keine Freiheit. Lebt und arbeitet so, dass an euch jeder etwas Besonderes bemerkt. Jeder soll das Göttliche in euch spüren. – "Als Menschen haben wir Schwächen." – Jeder kann irgendeine Schwäche haben, die Lüge aber ist davon ausgeschlossen. Lügen ist dem Menschen nicht gestattet. Die Lüge widert mich am meisten an. Alles kann dem Menschen verziehen werden, aber nie die Lüge. Alle anderen Sünden können euch vergeben werden, die Lüge niemals. Eins verlange ich von euch – ihr müsst frei von der Lüge sein. Ich will sehen, wie ihr in eurer Entwicklung weiterkommt und zwar ohne Lüge. Überhaupt keine Lüge! Erlaubt ihr nicht, sich wie ein Hindernis zwischen euch und Gott zu stellen. Wo Lüge ist, dort gehen alle Dinge zugrunde. Weg mit den Hindernissen zwischen Gott und eurer Seele! Fragt bitte nicht, wem diese Worte gelten; ich spreche alle Menschen an, ohne Ausnahme. Es geht nicht nur um die absolute Reinheit. Bevor ihr zur Reinheit kommt, müsst ihr die Lüge aus eurem Weg schaffen, denn sie hält jede Entwicklung auf. Nach der Lüge kommt der Tod. Wer lügt unterbricht selbst die Verbindung zum Leben. Arbeitet an euch, damit ihr euch von der Lüge befreit. Nur so wird der Frieden kommen. Wo die Lüge herrscht, dort kann der Frieden nicht weilen. Manche bedienen sich der Lüge und reden vom Frieden! Der Friede kommt erst, wenn die Lüge aufgehört hat. Er ist es, der zwischen uns und Gott stehen muss. Christus sagte:"Meinen Frieden lasse ich euch."

Nun, nachdem ihr das Klassenzimmer verlassen habt, werdet ihr erzählen, dass euch der Meister ausgeschimpft hat. Doch das ist kein Ausschimpfen. Sagt dagegen: "Der Meister verlangt, dass wir uns total von der Lüge befreien." Das ist die Wahrheit. Wenn ihr nicht die Wahrheit sagt, dann bedient ihr euch einer anderen Lüge. Warum gebt ihr etwas wieder, wovon nicht die Rede war? Ich treffe eine junge Schwester und betrachte sie. Warum betrachte ich sie? Weil ich ihr sagen will, dass sie nicht lügen soll. Ich sage ihr gedanklich: "Du bist jung, machst gerade die ersten Schritte in der Welt und lügst." Ich treffe eine alte Schwester und betrachte auch sie. Gedanklich sage ich ihr: "Schwester, du stehst schon mit einem Bein im Grab, pass auf, dass du nicht lügst." Sowohl die Jungen als auch die Alten müssen die Wahrheit sagen. Manchmal sieht man auch mich schief an. Damit wollen mich die Leute fragen: "Warum erlaubst du deinen Schülern zu lügen? Warum erlaubst du auch den Geistern, uns zu belügen?" Auf diese Weise machen sie mich zu deren Komplizen. Nein, ich kann nicht ihr Komplize sein. Es gibt etwas woran ich mich nicht beteiligen kann und das ist die Lüge.

Sicher meint ihr, es ginge nicht ohne Lüge. Und ob! Ab heute ohne Lüge! Euch gegenüber bin ich sehr nachsichtig. Alle Sünden kann man euch erlassen, aber die Lüge niemals! Jede andere Sünde ist der Lüge vorzuziehen. Wenn jemand keine einzige Sünde außer Lügen begangen hat, ist es das Gleiche, als ob er alle Sünden begangen hätte. Damit ist er der grösste Sünder; er ist unverbesserlich. Der Teufel ist der Vater der Lüge. Weil er lügt, kann ihn keiner retten. Hört er mit dem Lügen auf, vergibt man ihm leicht die anderen Sünden. Merkt euch: Die Lüge wird nicht vergeben. – "Was soll ich tun, wenn mir eine Lüge durch den Kopf geht?" – Pack sie an den Ohren und schmeiß sie mit den Worten raus:" Weg mit jeder Lüge!" Das sind die Worte des Meisters. – "Was soll ich danach tun?" – Die Wahrheit sagen. Und wenn man dich fragt, was der Meister erzählt hat, antworte: "Der Meister sagte uns, die Lüge hinauszuwerfen." Ihr werdet ihnen sagen, ich wäre zornig gewesen. Das ist eine Lüge. Zornig sein hilft überhaupt nicht. Was soll ich mit dem Zorn machen? Mein Gesicht verziehen, die Stimme erheben und schreien? Nein, damit erreicht man nichts.

Ich wiederhole: Gar keine Lüge! Merkt euch: Wenn ihr in diesem Jahr Gottes Segen haben möchtet, dann verzichtet auf die Lüge, sonst verliert ihr alles. Ich will nicht, dass jemand von euch Schaden erleidet. Ich handle in eurem Interesse. Ihr werdet total durcheinander kommen, wenn ich euch lügen lasse. Die Lüge ist nicht eine dem Menschen eigene Eigenschaft, sie wurde von einer anderen Kultur übernommen. Ihr könnt sie unmöglich lieben, denn die Lüge hat tierischen Ursprung.

Ich werde das erste Kapitel vom Johannes Evangelium vorlesen: "Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott" (1. Vers) [1]. Unter "Wort" verstehe ich die Vernunft. Am Anfang stand also die Vernunft.

"Und das Licht leuchtete in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst" (5. Vers). Warum hat es die Finsternis nicht erfasst? Weil die Vernunft dort war.

"Und das Wort ist Fleisch geworden, und hat unter uns gewohnt (und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater), voll Gnade und Wahrheit" (14. Vers). – Wo Gnade und Wahrheit sind, dort gibt es keine Lüge. Wo Lüge ist, dort gibt es keine Gnade, keine Wahrheit, kein Wort und keine Vernunft.

"Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht" (18. Vers). – Warum hat niemand Gott gesehen? – Weil sich die meisten Menschen der Lüge bedienen. Jeder, der lügt, kann Gott nicht sehen. Wenn du ihn sehen willst, befreie dich von der Lüge.

"Johannes bekannte und leugnete nicht; er bekannte: Ich bin nicht der Messias. Sie fragten ihn: Was bist du dann? Bist du Elija?" Und er sagte: Ich bin es nicht. Bist du der Prophet? Er antwortete: Nein." (20.- 21. Vers) – Obwohl der Prophet Elija ein mutiger Mensch war, erschrack er vor einer Frau und floh in die Wüste. Diese Angst blieb auch in Johannes und deswegen verneinte er als sie ihn fragten, ob er nicht Elija wäre. Wen hat er verleugnet?- Den furchtsamen Elija.

"Er sagte: Ich bin die Stimme, die in der Wüste ruft: Ebnet den Weg für den Herrn! wie der Prophet Jesaja gesagt hat." (23-24. Vers). Johannes wollte damit sagen, dass er nicht jener Elija ist, der die Propheten umgebracht hat. Er ist jene Stimme, die sagt: "Ebnet den Weg für den Herrn!" Johannes ist also nicht der alte Elija, sondern der neue.

"Warum taufst du dann, wenn du nicht der Messias bist, nicht Elija und nicht der Prophet?" (25. Vers)

"Auch ich kannte ihn nicht; aber er, der mich gesandt hat mit dem Wasser zu taufen, er hat mir gesagt: Auf wen du den Geist herabkommen siehst und auf wem er bleibt, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft" (33. Vers). Dieser spricht die Wahrheit. Wer lügt, auf den kann sich der Geist nicht niederlassen.

"Das habe ich gesehen und ich bezeuge: Er ist der Sohn Gottes" (34. Vers). Wer ist Gottes Sohn? Derjenige, der niemals lügt.

"Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm Rabbi – das heißt übersetzt Meister – wo wohnst du?" (38. Vers)

"Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm, es war um die zehnte Stunde." (39. Vers) Christus lebt dort, wo es keine Lüge gibt.

"Wir haben den Messias gefunden. Messias heißt übersetzt der Gesalbte (Christus)" (41. Vers). – Ihr habt also jenen gefunden, der niemals lügt. Wir haben den Sohn von Josef, der nie lügt, gefunden.

"Da sagte Nathanael zu ihm: Aus Nazaret? Kann von dort etwas Gutes kommen?" (46. Vers). Anders gesagt: Kann aus Nazaret ein Mensch kommen, der nicht lügt?

"Jesus sah Nathanael auf sich zukommen und sagte über ihn: Da kommt ein echter Israelit, ein Mann ohne Falschheit." (47. Vers). Das ist der Mensch, der bereit ist, die Wahrheit zu sagen.

"Und er sprach zu ihm: Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen über dem Menschensohn." (51. Vers) – Der Sohn kam, als die Lüge hinausgeworfen werden mußte.

Und nun, dieses Jahr sollt ihr an dem arbeiten, was gut in den Augen des Herrn ist. Denkt nicht nur an euch selbst. Wenn ihr daran glaubt, dass Gott in allen Menschen lebt, dann arbeitet für das Gemeinwohl. Dann wird auch Gott durch die Augen eines Jeden sehen, dass ihr seinen Willen erfüllt. Du kommst zu mir um dir 100 Lewa zu leihen. Doch ich durchschaue dich, dass du mit diesem Geld ein Seil kaufen willst, um damit jemanden zu erhängen. Würde ich Gottes Willen erfüllen, wenn ich dir das Geld gäbe? Nein, ich würde Gottes Willen erfüllen, wenn ich zwei Menschen anheuere, die dich so richtig verprügeln und auf einer Bahre ins Bett bringen. Danach komme ich persönlich, um dich zu heilen. Das bedeutet, Gottes Willen zu erfüllen. Folglich – die Leiden kommen um dich vor einem Verbrechen, das du vorhast, zu schützen. Man wird dich zusammenschlagen, du wirst ein wenig krank sein, aber letztendlich wirst du deinen Fehler berichtigen. Du gehst, fällst und brichst dir das Bein. Warum? – Du hast einen Fehler begangen. Das Bein leidet deinetwegen, aber es lehrt dich, Fehler zu vermeiden. Es will dir nicht dienen, sondern meint: "Gott schuf mich dir zu dienen, aber ohne jede Lüge. Wenn du mich zum Lügen zwingst, dann rühre ich mich nicht vom Platz."

Wirklich, es gibt nichts Schöneres als einem Menschen zu begegnen, der frei von jeder Lüge ist. Es gibt kein schöneres Antlitz als das ohne Lüge; das ist ein Engelsgesicht. So ein Mensch kann alles sagen, aber nie eine Lüge. Wer nicht lügt, der trägt die Sünden der Leute. Wer lügt, ist mit seinen eigenen Sünden beladen, für die es keine Vergebung gibt, denn es sind Teufelssünden.

Wenn man euch fragt, wovon der Meister heute gesprochen hat, antwortet Folgendes: "Wir müssen ohne Lüge leben." Das ist die Wahrheit. Wendet euch an Gott mit dem Gedanken: " Oh Herr, meine Seele sehnt sich nach dem Frieden in seiner ganzen Fülle." Wo finden wir den Frieden? Wo es keine Lüge gibt.

Ihr Sofioter sollt die ganze Woche um halb 5 Uhr morgens aufstehen und das Gebetsprogramm erfüllen. Schon beim Aufstehen sollt ihr euch sagen: "Ohne Lüge!" Brecht jegliche Beziehung zu ihr ab, lasst euch von ihr scheiden. Die Lüge ist die Frau und ihr seid der Mann. Ich lasse euch von ihr scheiden. Keiner hat das Recht die Lüge zu heiraten. Ihr müsst keusch bleiben! Die Lüge ist die erste Dirne. Wenn ihr mit der Lüge in Kontakt kommt und von ihr Kinder empfangt, was denkt ihr, – werden sie gut sein? Meint ihr, diese Kinder würden nach erhabenen Dingen streben? Keinerlei Bündnis mit der Lüge! Wenn ihr vorhabt zu heiraten, dann rate ich euch zum Bündnis mit der Wahrheit. Jemand fragt mich, ob er heiraten soll. – Heirate, aber nur die Wahrheit.- Sollen wir heiraten? – Heiratet! – Wen? – Die Wahrheit. Wer zur Klasse zählt, muss sich von der Lüge scheiden lassen und die Wahrheit heiraten. Wenn euer Vater mit der Lüge verbunden ist – verlasst ihn. Wenn eure Verwandten mit der Lüge verbunden sind – verlasst auch sie. Das bedeutet der Vers: "Du sollst dich von deinem Vater und deiner Mutter lossagen." Sag dich von dir selbst und von all jenen, die dich zum Lügen verleiten, los. – Wen müssen wir heiraten?- Die Wahrheit. – Wen müssen wir lieben? – Die Wahrheit. Liebe deinen Vater und deine Mutter, welche der Wahrheit dienen. Liebe deinen Bruder und deine Schwester, welche der Wahrheit dienen. Liebe deine Verwandten und Freunde, die der Wahrheit dienen. Liebe die Tiere und Pflanzen, die der Wahrheit dienen.

Absolute Wahrheit! Das ist das Ideal der neuen Lehre. Absolute Wahrheit! Das ist das Ideal der neuen Menschheit. Dieses Ideal müsst ihr in euren Seelen hüten.

[1]Alle Bibeltexte entstammen der katholischen Bibelanstalt GMBH, Einheitsübersetzung, Herder-Verlag, Stuttgart 1980

Aus dem Bulgarischen übersetzt von Stanislava Stefanova

Lektorat: Angelika Todorov

Alle Mitglieder unseres Übersetzerteams arbeiten auf freiwilliger Basis und unentgeltlich. Wir wären für jegliche Unterstützung dankbar, besonders beim Redigieren, Veröffentlichen, bei der Herausgabe und dem Vertrieb dieser Texte.

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