Home English Russian French Bulgarian Polish Deutsch Slovak Spanish Italian Greek Esperanto
search help
search in titles only
  FontSize-- FontSize++  

 Anforderungen An Den Schüler

Geheimes Gebet

Für das nächste mal schreibt über das Thema “ Die Edelsteine “.

Jetzt werde ich das Wort Schüler im beschränkten Sinne nehmen. Man ist ein Schüler, bis man lernt, bis man in der Schule ist. Das Schülersein ist ein besonderer Zustand des Geistes. Im okkulten Sinne des Wortes, man kann ein Schüler sein nur solange er in Kontakt oder in Beziehung mit seinem Lehrer steht. Wenn er diese Beziehung verliert oder unterbricht, er hört auf ein Schüler zu sein. Um in einem ständigen Kontakt zu sein, Gehorsam und Achtsamkeit sind notwendig. Man kann nur zum Höheren, zum Göttlichen gehorsam sein. Hier wird ein völliger Gehorsam verlangt. Wenn es um das Niedere geht, es muss gehorsam und achtsam zum Höheren haben. Folglich muss der Schüler einen völligen Gehorsam zu seinem Lehrer haben. Dieser Gehorsam muss aus seinem Bewusstsein herkommen. Bevor er zu seinem Lehrer geht, der Schüler muss Gehorsam zu Ihm haben und Ihn kennen; wenn er Ihn nicht kennt, er muss sich bemühen Ihn zu erkennen. Der Schüler muss über solche Gefühle und Fähigkeiten verfügen, mit welchen er seinen Lehrer erkennen kann.

Die Beziehung zwischen dem Lehrer und dem Schüler ist weder momentan, in einem bestimmten Moment gebildet, noch zeitweilig. Sie ist ewig und existiert seit tausenden von Jahren. Der Schüler darf sich nicht verunsichern lassen von den Misserfolgen, die er am Anfang seines Schülerseins haben kann. Die Welt, in der der Lehrer lebt, ist absolut und duldet gar keine Ignoranz. Die Atmosphäre, in der der Lehrer lebt und sich bewegt ist lebendig und wer es versucht unvorbereitet in sie hineinzugehen, er stellt sich selbst dem Tod. Wenn ich sage, dass der Schüler dem Tod ausgestellt ist, mit Rücksicht auf die Situation des Fisches, der aus dem Wasser heraus geht. Wenn ihr einen Fisch aus dem Wasser heraus nimmt und ihn aufs Land legt, natürlich ihn erwartet der Tod. Er geht aus seine Umgebung heraus und geht in eine andere hinein, in der er nicht leben kann. Es bedeutet, die Schüler müssen Gehorsam und Achtsamkeit zu ihrem Lehrer haben, damit neue Gefühle und Fähigkeiten in ihnen entwickelt werden können wie eine günstige Umgebung für die Übernahme der neuen Ideen. Deswegen, wenn ihr unvorbereitet in die Atmosphäre des Lehrers hineingeht, müsst ihr wissen, dass euch unausweichlich der Tod erwartet. Wenn ihr wissen wollt, warum ihr sterben müsst, wendet euch an den Fisch und seht warum er an der Luft stirbt. Er hat sich nicht den neuen Lebensbedingungen angepasst, infolge dessen er erstickt. Beobachtet wie die Elektriker mit dem Strom umgehen. Sie fassen die Kabel sehr vorsichtig an, weil sie so einen Schlag bekommen könnten, der sie augenblicklich auf die Erde umwerfen kann. Von dem, der mit Elektrizität arbeitet wird Wissen verlangt. Sie (die Elektrizität) will nicht wissen wer vor ihr steht. Wer die Gesetze der Elektrizität nicht versteht, der wird sich auf der Erde vorfinden. Und wenn man sie fragt warum sie so handelt, die Elektrizität sagt: Ich dulde um mich Menschen, die mehr wissen als ich – gebildete Menschen; denjenigen, die nicht mehr als ich wissen, die ignorant sind, gebe ich einen Fußtritt.

Dabei muss man wissen, dass die Körper der Menschen Leiter von Elektrizität, oder Magnetismus sein können. Gleichzeitig kann der menschliche Organismus ein Leiter der so genannten schwarze Elektrizität und schwarzen Magnetismus werden kann. Die schwarze Elektrizität und der schwarze Magnetismus kommen aus der Dunkelheit her. Das zeigt, dass es weiße Elektrizität und weißen Magnetismus gibt, die aus dem weißen Licht her kommen. Ihr nimmt ein Stück Magnet und nähern eine Nadel an ihm. Der Magnet zieht die Nadel an. Ist die Ursache für die Anziehung im Magneten selbst? Nein, im Magneten versteckt sich eine gewisse Kraft, ein gewisser Strom, der anzieht. Wenn dieser Strom oder diese Kraft verschwinden würde, das Eisen selbst hat keinen Wert. Ihr müsst auch so euch selbst beobachten, sehen was für Ströme, was für Kräfte in eurer Seele fließen. Wenn ihr ein Instrument spielt, Klavier, zum Beispiel, ihr seid zufrieden, wenn alle Tasten richtige, harmonische Töne von sich geben. Jedoch, wenn nur einige Tasten keinen richtigen Ton von sich geben, das Spielen wird unharmonisch. Eure erste Arbeit ist diese einige Tasten einzustellen, damit sie harmonisch klingen. Folglich, wenn auch in eure Seele die kleinste Disharmonie erscheint, ihr müsst diese Kabel einstellen, die nicht richtig klingen. Diese Töne, diese Kabel sind von der gemeinsamen Harmonie, von der Harmonie des Ganzen abgelenkt worden. Das Instrument, das eure Seele spielt besteht aus drei Hauptoktaven: Oktave des Geistes, des Herzens und des Körpers. Jede von diesen Oktaven ist nochmals in drei geteilt. Also, eure Hauptaufgabe besteht darin zu sehen in welcher dieser drei Oktaven eine gewisse Abweichung statt gefunden hat.

Zur Kontrolle des Willens werde ich euch die folgende Übung geben: nehmt eine Nadel und stecht sie in einem dickeren Teil eures Körpers, in Tiefe von zwei-drei Millimeter. Versucht zu sehen was für Zustände ihr erleben werdet. Beobachtet eure Zustände, um zu verstehen durch welche Schwanken euer Wille geht. Im ersten Moment ihr seid mutig: ihr nimmt die Nadel und bereitet euch vor sie irgendwo in den Arm hinein zu stechen. Wenn die Nadel euren Arm berührt, ihr hebt sie rasch hoch – ihr könnt euch nicht entscheiden. Ihr nähert sie wieder an, und nimmt sie wieder hoch. Es ist jetzt interessant zu zählen, wie viele solche Schwanken ihr haben werdet, bis ihr euch endlich entschließt das Experiment durchzuführen. Von diesem Experiment ihr könnt die Kraft eures Willens und die Fähigkeit euren Geist zu konzentrieren prüfen. Die Zahl, mit der ihr die Zahl eurer Schwanken bestimmen werdet, ist eine Größe, die den Zustand, in dem sich euer Organismus befindet und die notwendige Zeit für seine Tonisierung zeigt. Ein ähnliches Experiment machen auch die kleinen Kinder. Wenn sie an einem Fluss kommen, in ihnen entsteht ein Wunsch den Fluss zu überspringen. Sie gucken den Fluss an, er scheint ihnen tief zu sein, treten ein paar Schritte zurück. Nehmen Anlauf, treten wieder zurück. Nehmen wieder Anlauf, und wieder zurück. Endlich bekommen sie einen Neuen Mut und: Ich werde überspringen, egal was passiert – oder im Fluss oder auf der Küste gegenüber. Wenn sie Anlauf nehmen, sie passieren die Hürde. Ich sage: In euren Geistern und in euren Herzen gibt es eine Reihe von Hürden, die ihr unbedingt abschaffen solltet. Damit werdet ihr die Kräfte eures Organismus tonisieren. Dafür braucht man Wille, Wissen, Kraft. Mit der Hilfe von diesem neuen positivem Wissen, werdet ihr euren Charakter ändern, ihn verbessern und ihr werdet leicht die Schwierigkeiten überwinden können, die sich euch auf dem Weg stellen.

Und somit, wenn man sein Wissen richtig gebraucht hat, sein Charakter bessert sich; Wenn man sein Wissen nicht richtig gebraucht hat, verschlechtert sich sein Charakter. Im letzten Falle er sagt: Früher war ich besser, edler. - Edelmut bleibt immer Edelmut; Der Diamant bleibt immer Diamant; das Gold bleibt immer Gold. Wenn ein mal ein niederes Element in ein höheres Element nach den dafür gegebenen Gesetzen vom Menschen verwandelt werden könnte, gibt es keine Kraft in der Welt, die die Ergebnisse dieser Handlung verändern könnte. Es gibt keine Kraft in der Welt, die das Gold in ein niederes Element verwandeln kann. Das kann der Mensch selbst das tun, der ein niederes Element in Gold verwandelt hat. Indem ihr das wisst, strebt danach in euren Körper, in euer Gehirn und in euer Herz die hohe und widerstandsfähige Energien, die die Natur für die Entwicklung des Menschen benutzt, hineinzulegen. Nur diese Energien haben die Kraft das Sonnengeflecht zu tonisieren und regulieren. Das Sympathische Nervensystem muss ebenfalls in Ordnung sein. Wenn in euer Herz unangenehme, bittere Gefühle durchdringen, ihr müsst euch strebend davon befreien. Sie üben einen schlechten Einfluss auf die Leber, infolge dessen eine gewisse Störung erscheint Wie viele von euch haben vor die Aufgabe zu machen, die ich das letzte mal aufgab? Ich werde euch eine Formel geben, die ihr bei der Ausführung dieser Aufgabe anwenden könnt. Die Worte, die ihr aussprechen werdet, werden das Geld ersetzen, das ihr bis jetzt benutzt habt. Ihr werdet sagen: Ich fange an zu arbeiten mit den Göttlichen Tugenden, die in mir leben. Wendet diese Formel jeden Tag, bis ich die Aufgabe beendet habt. Sie wird euch wie ein Passierschein dienen. Wenn ihr morgens aufsteht und an die Aufgabe geht, sprecht diese Formel leise im Kopf aus, damit euch keiner hört. Wenn ihr aufs Geld verzichtet, ihr verlasst euer Werkzeug, womit ihr bis jetzt gearbeitet habt. An Stelle von diesem Werkzeug müsst ihr eine neue hinstellen. Die neue wird die gegeben Formel sein. Also, wenn ihr auf das Geld verzichtet, ihr fangt an mit den Göttlichen Tugenden als Schlüssel zum Öffnen von den menschlichen Herzen zu arbeiten. Auf dieser Weise werdet ihr siegen. Für den physischen Menschen das Geld ist auch so ein Schlüssel: den einen bezahlen, den anderen bezahlen, man muss sich durchschlagen. Und ihr, wie die weltliche Menschen, ihr müsst klug sein, aufgeweckt sein, keine Gelegenheit verpassen die Göttliche Tugenden anzuwenden.

Ich werde ein Beispiel über einen Arbeiter, Okkultist vorbringen, der den Willen Gottes auf einer bestimmten Weise ausführte. Er war auf der Suche nach Arbeit: er klopfte an einer Tür – Absage, klopfte an einer zweiten Tür – das Gleiche. Am nächsten Tag wieder die gleiche Geschichte. Es vergingen einen Tag, zwei, drei Tage, eine Woche – keine Arbeit. Er war ganz verzweifelt: Frau und Kinder erwarten ihn zuhause und er hat nicht, was er ihnen bringen könnte. Als er eines Tages auf den Straßen lief, sah, wie ein kleines Mädchen auf den Boden fiel und sich das Bein brach. Er lief sofort zum Kind, hob es auf die Hände auf und lief zu seinem Zuhause hin. Er fragte wo das Kind wohne, wer sein Vater wäre, damit er weiss welche Richtung er nehmen sollte. Das Kind nannte die Adresse, nannte den Namen des Vaters, der ein angesehener Fabrikant war. Wenn er das Kind nach hause brachte, der Vater dankte dem armen Arbeiter und als Dank stellte er ihn in seiner Fabrik. Was bedeutet das? Das Kind des Fabrikanten war die letzte und das eine günstige Gelegenheit, die der Arbeiter ausnützen sollte, um eine Arbeit zu finden. Wenn er nicht achtsam gewesen wäre, er hätte sie verpasst. Es wird vom Schüler Achtsamkeit verlangt, weil, wenn er nicht achtsam ist und eine kleine Sache vernachlässigt, er wird eine günstige Gelegenheit verpassen. Diese Gelegenheit war die letzte für den Arbeiter um Arbeit zu finden, aber die erste von den günstigen Verbindungen. Nur durch diesen Zufall konnte er Arbeit finden, d.h. seine Idee zu realisieren. Viele glauben, dass wenn sie in diese Schule kommen, alle Wege zur Realisation ihrer Ideen werden sich öffnen. Sie täuschen sich. Manchmal werden für die okkulten Schüler solche grosse Schwierigkeiten erzeugt, dass sie ihr blaues Wunder erleben und wissen nicht was sie tun sollen..Wenn sie nicht die Gesetze kennen, werden sie vielmals entmutigt und enttäuscht. So lassen sich die Reisende auf großen Meeren und Ozeanen. Wenn sie die Seekrankheit bekommen, sind sie entmutigt und fangen an es zu bereuen, dass sie auf diesen Schiff gekommen sind. Wenn die Seekrankheit vorbei ist, ist auch ihre Enttäuschung vorbei. Auch euch sage ich: Bereuet es nicht, dass ihr in diese Schule gekommen seid. Seid mutig und entschlossen und geht vorwärts. Das bezieht sich auf diejenigen, die bereit sind der Schule zu folgen. Diejenige, die nicht bereit sind, können ausscheiden wenn sie möchten.

Als Schüler der okkulten Schule ihr müsst mit den Prozessen in der Natur einverstanden sein und sie nicht einschränken. Ihr könnt auf den Prozess der Reinigung, des Wachstums oder des Erwachens des Bewusstseins stoßen. Ihr sollt vor diesen Prozessen anhalten und sehen was sie in euch erzeugen. Ihr müsst Selbstbeherrschung, Geduld haben um all das zu ertragen, was euch die Natur bietet. Zum Beispiel, wenn euch die Natur dem Reinigungsprozess unterzieht, ihr erlebt sehr unangenehme Gefühle und ihr seid bereit zu reagieren, mit ihr zu kämpfen. Eins müsst ihr wissen: die Natur duldet ganz und gar keine Unreinheit. Und deswegen, wenn einer mit ihr in Kontakt kommt, sie unterzieht ihn einer gründlichen Reinigung. Wenn ihr an diesen Prozess kommt, ihr fängt an zu philosophieren: Was meint die Natur damit? – Eins meint die Natur euch zu reinigen. Was denkt der Hungrige? – Nahrung zu finden und zu essen. Der Unterschied zwischen den hungrigen Menschen besteht nur in den Bildern, zu den sie streben: einer will nur Brot haben, ein anderer will Brot und Fleisch haben, ein dritter will ein Brathuhn haben usw. Die hungrigen Menschen unterscheiden sich in den Gedanken und in den Wünschen. Wenn ihr einen Menschen beobachtet, der Fleisch essen mag, ihr werdet an seinem Gesicht eine besondere Farbe sehe. Vor Jahren traf ich auf eine Dame der Hohen Gesellschaft, eine besonders hübsche. Sie hatte einen Schleier übers Gesicht, aber alles an ihr war angenehm. Als sie ging, sie hielt vor einer Fleischerei an. Plötzlich ihr Gesicht bekam einen besonderen Ausdruck, etwas Unangenehmes, Abstoßendes erschien, in ihr erwachte die tierische Natur. Sie ging in die Fleischerei, kaufte sich etwas, und beim Hinausgehen, ich sah die vorige Maske, die einen angenehmen, guten Eindruck vermittelte. Beim Anblick des Fleisches konnte sie nicht ihre niedere Natur beherrschen. Indem sie etwas von der Fleischerei kauft, befriedigte sie das niedere Wesen in sich und ihr Gesicht nahm wieder den ersten schönen, angenehmen Ausdruck an.

Folglich, die innere Gedanken und Gefühle, die sich im Menschen verbergen, sind im Stande jeden Augenblick den Ausdruck seines Gesichts zu verändern. Jeder Gedanke aber seinerseits, ist kompliziert, er enthält Bedingungen für komplizierte Prozesse, die sich wieder aufs Gesicht des Menschen ausdrücken. Zum Beispiel der Gedanke übers Essen verursacht in ihm eine Reihe von Prozessen. Besonders wenn man hungrig ist, in seinen Kopf ragen verschiedene Bilder heraus. Er stellt sich eine schöne Putensuppe, oder Huhn mit Reis oder mit Nudeln; ebenfalls kann man sich gebratenes Spanferkel mit Senf oder mit Meerrettich, begleitet von ein paar Glasern sechsjährigen Weins anstelle von Wasser. All das inspiriert den Hungrigen. Er geht, stellt sich mal das Eine, mal das Andere vor und wenn er an eine reiche Gastwirtschaft vorbeigeht, in der er seine Wünsche realisieren kann, und kein Geld hat, seufzt gerade und geht seinen Weg weiter.

Vor Jahren traf ich einen Lehrer in Varna, den man entlassen hatte. Er ging mit mir zusammen und philosophierte über verschiedenen Themen. Irgendwann gingen wir an eine kleine Gaststätte, in der zum Mittag Cevapcici, Spießchen, Koteletten usw. Wenn er den Geruch der Cevabcici spürte, sagte er: Das ist ein glückliches Leben, Geld in der Tasche zu haben und wenn man sich wünscht, hinein gehen und von diesen Sachen speisen zu können. Jetzt gehe ich vorbei und kann nicht hineingehen um eine Cevabcici essen zu können. Ich sage: Die ganze Philosophie dieses Lehrers fiel mit diesen Cevabcici durch. Alles, worüber er sprach, brach vor dem Duft der Cevabcici zusammen. Danach sage ich ihm: Dein Pech ist ein Glück für mich jetzt. Wenn ich in diese Gaststätte geraten wäre, würde ich mich unglücklich fühlen.

Warum verlor dieser Lehrer seine Philosophie vor einem Cevapcici? Das zeigt, dass die alten Gewohnheiten im Menschen wieder auferstehen; sie sind lebendig und nicht tot. Ihr trifft einen alten okkulten Schüler, der für fortgeschritten gilt, er spricht von Enthaltung, von Errungenschaften, aber wenn er an einer Gaststätte oder einer Cafeteria vorbeigeht, plötzlich in ihm steht der Wunsch auf ein kleines Stück Fleisch zu essen oder ein Tässchen Kaffee zu trinken, eine Zigarette zu rauchen und ein bisschen Karten zu spielen. Das sind alte Gewohnheiten, die auf neuem in sein Bewusstsein als Versuchung hervortreten; er muss achtsam sein, schnell zu Besinnung kommen und sich von den alten Bildern zu befreien. Es reicht den Menschen unter bestimmten Bedingungen zu stellen damit die alten Gewohnheiten in sein Bewusstsein hervortreten können. Wie ist es möglich, dass ein okkulter Mensch auf solchen Widersprüche stoßen kann? Ich werde diese Frage mit dem folgenden Beispiel beantworten. Stellt euch eine Raupe vor, die sich in ein Schmetterling verwandelt hat, jedoch vergessen hat das alte Bewusstsein einer Raupe abzuwerfen, infolge dessen sie gleichzeitig in den beiden Zuständen lebt. Wenn sie in den Zustand einer Raupe verfällt, fängt sie an nach Blätter zu suchen und stießt auf ein Widerspruch – sie kann keine Blatter essen. Danach besinnt sie sich, kommt ins zweite Bewusstsein eines Schmetterlings und fängt an von Blüte zu Blüte zu fliegen und den süßen Saft der Blumen zu saugen. Bis er einen Saugrüssel hat, braucht er keine Blätter. Genau so auch der okkulte Schüler kann über sein vergangenes Leben stolpern. Er wird das Alte zum Auferstehen bringen wollen und in Versuchung kommen. Das Alte lässt Rückkehr zu den alten Formen verstehen. Kommt ihr an das Alte, sagt euch: das brauche ich nicht, ich habe schon diese Zustände gehabt, jetzt suche ich nach den neuen Umständen. Stellt euch vor, dass man euch als Schüler der okkulten Schule der Prüfung nicht zu lügen stellen würde. Ihr trägt aus der Vergangenheit die Schwäche ein bisschen zu lügen mit. In der ersten Zeit ihr habt die weiße Lüge benutzt und später – die schwarze. Auf dieser Weise, stufenweise, ihr bekam die Angewohnheit zu lügen. Ihr geht zu Arbeit bei einem sehr strengen Chef. Wenn ihr einen Fehler macht, dann ihr fangt an in sich zu kämpfen – sollt ihr die Wahrheit sagen, oder nicht. Endlich ihr entschließt euch zu lügen, euren Fehler zu verdecken um euren Job nicht zu verlieren.

In dieser Beziehung ihr könnt in die Situation eines Dieners kommen, der ein mal die Wahrheit gesagt hatte und seinen Job verlor. Unter gewissen Umständen der Diener war gezwungen die Wahrheit seinem Herrn zu sagen, aber als sein Herr ihn nicht verstand, er ärgerte sich und bestraf ihn. Dann sagte der Diener seinem Herrn: Es ist wunderlich, mein Herr! Du stellst mich in einem Widerspruch. Ich habe dich so oft bist jetzt belogen, aber du hast mich nie bestraft gehabt. Heute sagte ich dir zum ersten mal die Wahrheit und du bestrafst mich. Ich fing an in mir zu überlegen warum du mich bestrafst: ob für die Wahrheit, die ich dir sagte, oder dafür, dass ich dich bis jetzt immer belogen habe.

Ich sage: das Gleiche kann euch auch passieren. Einmal die Wahrheit zu sagen und bestraft zu werden. Diese Strafe ist von der unsichtbaren Welt durchgesetzt worden. Sie bestraft nicht, weil ihr die Wahrheit gesagt habt, sondern weil ihr bis jetzt nicht die Wahrheit gesprochen habt. Das bedeutet nicht, dass in eurem Bewusstsein die Überzeugung bleiben muss, dass wenn ihr die Wahrheit spricht, ihr bestraft werdet. Man bestraft einen nur dann, wenn er nicht die Wahrheit spricht. Auch das Gegenteil geschieht: wenn ihr immer die Wahrheit gesprochen habt, aber nur ein mal gelogen habt, ihr werdet belohnt, aber nicht für die Lüge, sondern für die Wahrheit, der ihr bis dahin gedient habt. Die Strafen und die Belohnungen, die die unsichtbare Welt den Menschen aufzwingt sind sonderbar. Zum Beispiel die materielle Bereicherung ist eine besondere Art von Strafe von der unsichtbaren Welt. Und wirklich, wenn man reich wird, man fängt langsam an seinen inneren Frieden, seine Ruhe zu verlieren. Das bedeutet noch nicht, dass er nicht reich sein darf. Man soll reich sein, aber gleichzeitig er muss einen starken und beständigen Charakter haben.

Der Schüler muss auf die Dinge breit schauen, nicht denken, dass alles, was existiert, nur für ihn da ist. Zum Beispiel, wenn ihr zufällig an einem Fruchtgarten vorbei geht, so gern ihr wünscht eine Frucht euch abzupflücken, habt ihr kein Recht darauf, wenn der Eigentümer nicht da ist. – Wohl alles gehört Gott, nicht wahr? – Es gehört Gott, aber nicht euch. Wenn ihr von diesen Früchten kosten solltet, hätte der Eigentümer da sein müssen und hätte er euch ein paar Früchte angeboten gehabt. Vor Jahren gingen wir mit einem Freund zu Fuß von Varna nach Burgas. Mein Freund nahm ein Fahrrad mit und fährt ihn langsam. Zu einer Zeit es fing an zu gießen. Wir erreichen die Kamtschia (Fluss), aber vom Regen hatte sie ein paar Kilometer überschwemmt gehabt Mein Freund trägt schon sein Fahrrad am Rücken. Wie soll man weiter gehen? Um den Fluß zu überqueren, müssen wir uns barfuss bis zu den Knien waten. Zu einer Zeit sehen wir ein kleines Gasthaus und hielten da an. Der Wirt sagt uns: Da oben kommt ein Kutscher, sein Pferd ist sehr stark und der Wagen – robust, aber er ist ein eigensinniger Mensch, er hätte euch nicht den Gefallen gemacht euch mit seinem Wagen zu überfahren. Bis jetzt hat er keinem etwas Gutes getan. – Wir werden es versuchen. Ich nähre mich dem Kutscher und sage ihm: Mein Freund, würdest du uns ein Gefallen tun? Wie du siehst unser Weg geht durch den Fluss, aber das Wasser ist zu hoch. Wir können durch den Fluss gehen, aber das Fahrrad können wir nicht tragen. Bitte, lade das Fahrrad auf deinen Wagen und wir werden zu Fuß gehen. - Ich werde euch gerne helfen. Ladet das Fahrrad auf meinen Wagen. Aber ihr könnt auch auf den Wagen steigen, ich werde euch leicht durchbringen.

Ich sage: Wer bereit ist das Fahrrad auf seinen Wagen zu laden, der wird bereit sein auch die Menschen darauf steigen zu lassen. Eins müsst ihr in Sicht halten: Wenn man mit den Göttlichen Gesetzen arbeitet, er wird sehen, dass es in ihnen gar keine Ausnahmen gibt. Handle nach diesen Gesetzen und mach dir keine Sorgen. Wir waren entschlossen auf jeden Preis den Fluss zu überqueren, wir konnten nicht zurück. Weder auf fremde Hilfe hoffen. Wir waren bereit selbst das Fahrrad zu tragen. Wenn die unsichtbare Welt unsere Bereitschaft uns selbst zu helfen sah, dann kam der Wagen. Dann auch der böse Mensch wird ein guter Mensch, bereit zu dienen. Man muss sich auf sich selbst verlassen. Wenn ein Wagen kommt, das ist schon ein Privileg. Wenn gar kein Wagen kommt, ihr müsst nach vorne gehen. Ihr könnt Wasser bis zu den Knien waten, aber es gibt kein zurück.

Als Schüler dieser Großen Schule ihr müsst viele Experimente machen, euch härten, aber keiner darf wissen, sogar ahnen was für Experimente ihr zu machen vorhabt. Eure Experimente, eure Ausdrücke müssen natürlich sein, in ihnen soll keine Exzentrik sein. In dieser Beziehung sind die Engländer frei; morgens, bei Schnee, oder im Mai sie gehen barfuss und keiner beachtet das. Wenn diese Dinger in Bulgarien gemacht werden, die Leute werden anfangen es zu kritisieren, sie als exzentrisches Benehmen einzustufen. Folglich es ist gut jede Übung so zu machen, dass es nicht die anderen reizt. Wichtig ist, dass jede Übung vorhat, den Menschen zu härten, ihn zum Zustand zu bringen, aus der gewöhnlichen Ordnung der Dinge herauszukommen. Für die3ses Ziel bietet die okkulte Schule ihren Schülern ganz neue Arbeitsmethoden in einer schönen, angenehmen Form.

Um Erfolg in seiner Arbeit zu haben, eine große Aufrichtigkeit wird vom Schüler verlangt. Er muss sich gegenüber aufrichtig sein: niemals seine Fehler verdecken, weder sie übertreiben noch untertreiben. Dass er einen Fehler gemacht hat, er kann sich verzeihe, aber sich nicht entschuldigen. Sich zu verzeihen bedeutet eine bewusste Beziehung zu seinem Fehler zu haben. Er verzeiht sich, aber mit dem Bewusstsein den gleichen Fehler ein zweites mal nicht seinen Fehler zu wiederholen. Anfangen sich zu entschuldigen, dass die Bedingungen solche und solche waren, dass euer Karma solch und solche wäre – das ist nicht erlaubt. Fehler ist Fehler, er braucht sich nicht zu entschuldigen. Er muss als Fehler festgestellt werden und man muss einen Weg suchen um ihn zu korrigieren. Später, wenn ihr größer werdet und in euer Geist hellere und höhere Gedanken kommen, dann werdet ihr die Themen aus einem anderen Sichtpunkt betrachten.

Fürs nächste mal schreibt übers Thema „Die stärkste Tugend des Schülers“. Jeder von euch kann über dieses Thema nachdenken und wird die Tugend beschreiben, die er für die stärkste hält. Manche stellen die Tugenden den Edelsteinen gleich. Folglich, so wie ihr die Charaktereigenschaften der Edelsteine, so kann man auch die Merkmale der Tugenden beschreiben. Auf der gleichen Weise beschreibt man die Merkmale oder die Eigenschaften aller einfachen und komplexen Körper, die sich die Chemie bedient. Zum Beispiel, das Merkmal des Wassers ist seine Beweglichkeit oder Unbeständigkeit. Das Wasser ist unbeständig, damit wir beständig werden. Wenn wir sagen, dass das Wasser unbeständig ist, das bedeutet, dass es sich allen Bedingungen, schlechte oder gute anpasst. Eine andere typische Eigenschaft des Wassers ist ihr Fähigkeit zu lösen. Es ist ein gutes Lösungsmittel. Indem es löst, es reinigt die Körper. Gleichzeitig hat das Wasser die Eigenschaft zu kühlen. Jeder hat die abkühlende Wirkung des Wassers während der warmen, heißen Tagen empfunden. Dies sind einige Merkmale des Wassers, die auch der einfache Mensch kennt. Fragt den Schäfer und er wird euch sagen was für ein Ding das Wasser ist und er wird´s euch sofort sagen. Danach schon kommen auch die anderen Eigenschaften des Wassers, die nur die Gebildeten wissen, nämlich dass das Wasser ein komplexer Stoff ist, bestehend aus zwei Moleküle Wasserstoff und einem Molekül Sauerstoff (zwei Volumen Wasserstoff und ein Volumen Sauerstoff). Das, und eine Reihe von Eigenschaften hat das Wasser, wessen Kennen eine größere Vertiefung verlangt.

Schwarzen auf der gleichen Weise können wir die Eigenschaften des Lichts beschreiben. Zum Beispiel: Das Licht hat die Eigenschaft die umliegenden Gegenstände zu beleuchten. Es beleuchtet den Weg des Menschen. Das Wasser erleichtert das Leben. Ohne Wasser gäbe es kein Leben. Wenn man ein Dorf oder eine Stadt baut, sehen alle zu, dass sie einen Platz wählen, wo es Wasser gibt. Manchmal können Überschwemmungen kommen, die Häuser, Vieh und Menschen weg schwemmen aber trotzdem ist dies ein Gut, ein Lebensbringer.

Als Schüler werdet ihr richtig denken, damit ihr das Thema über die Edelsteine richtig entwickelt. Ihr werdet euch an ein paar Steine, die ihr gut kennt erinnern, und ihr werdet ihre Merkmale betonen. Schreibt in großen Zügen, aber betont hauptsächlich die Ursache warum sie Edelsteine genannt werden. Danach schreibt warum manche Steine einen größeren Preis und manche einen kleineren Preis haben. Die Edelsteine wirken erzieherisch auf den Menschen, infolge dessen sich jeder wünscht solche Steine zu haben. Der Edelstein beinhaltet in sich feine Energie in kondensiertem, d.h. in verdichtetem Zustand. Manchmal verlieren die Edelsteine ihre Kraft und ihren Glanz, doch später bekommen sie diese wieder. Eine Ursache dafür sind die Menschen selbst. Die Edelsteine verlieren durch manche Menschen ihren Glanz, durch andere jedoch erhalten sie ihn. Folglich, wenn ihr einige Eigenschaften der Edelsteine kennt, denkt nach, kann man ein Edelstein sein? Was für ein Edelstein möchtet ihr sein? Der Eine möchte ein Diamant sein, der Andere ein Rubin, ein Dritter – ein Saphir usw. Denkt über das Thema gut nach und schreibt dazu so kurz wie möglich.

Ihr fragt: Was für eine Beziehung haben die Edelsteine zu uns? Eins sollt ihr wissen: Jeder Gedanke, jedes Gefühl, worüber ihr nachdenkt, üben einen gewissen Einfluss auf euch aus. Auf diese Weise werdet ihr euch mit ihnen verbinden. So ist es aus okkulter Sicht. Jedes Thema, jede Frage, über die der Mensch nachdenkt, übt einen gewissen Einfluss auf ihn selbst aus und nützt ihm soweit er sich mit ihm verbinden konnte. Das übt einen gewissen Einfluss für eure Entwicklung aus. Zum Beispiel, wenn ihr an die größten Tugend des Schülers nachdenkt, auch wenn ihr nicht nach ihr strebt, ihr werdet trotzdem einen großen Nutzen haben. Worin besteht der Nutzen? In der Verbindung mit euren Tugenden. Einer wird schreiben, dass die stärkste Tugend die Liebe ist, ein anderer – der Glaube, ein dritter – die Barmherzigkeit, ein vierter – die Lernfähigkeit usw. Indem er über eine Tugend nachdenkt, sogar ohne zu vermuten, er verbindet sich mit ihr. Nämlich da ist der Nutzen für den Schüler für die Entwicklung der Themen, die der Klasse aufgegeben werden. Alle Tugenden sind gleich wichtig und gleich stark, im Sinne, dass in einem konkreten Moment, für einen konkreten Schüler, eine gewisse Tugend übt den größten Einfluss auf seinen Charakter aus. Für den Soldaten, der auf das Schlachtfeld geht, die größte Tugend ist der Mut; für den Krankenpfleger die wichtigste Tugend ist die Barmherzigkeit; für den Schüler die größte Tugend ist der Gehorsam; für den Arbeiter – der Fleiß; für den Diener – die Schlauheit und die Umsicht. Diese Eigenschaft ist besonders notwendig für jenen Diener, der bei einem bösen Herrn geraten ist. Er muss aufgeweckt und umsichtig sein, dass er vom Weiten die Wünsche seines Herrn voraussehen kann. Der Diener muss seinen Herren kennen, damit er weiss wie er ihn zu behandeln hat.

Vor einigen Tagen es geschah, dass ich das Benehmen eines kleinen Hündchens beobachten konnte. Es war ein ziemlich intelligentes, aufgewecktes Hündchen. Seine Herrchen schmissen ihm einen Knochen zum Knabbern. In der gleichen Zeit vom Nachbarshaus kam ein großer Hund angelaufen und schmiss sich sofort auf den Knochen. Im selben Augenblick das kleine Hündchen trat den Knochen dem großen Hund ab und fing an ruhig um ihn zu gehen, zufrieden, dass es ihm den Knochen abgetreten hatte. Wenn das kleine Hündchen nicht abgewogen hätte, dass in diesem Fall das beste wäre den Knochen abzutreten, zwischen den beiden Hunden wäre ein großer Kampf entstanden, bei dem das kleine Hündchen zu Schaden kommen könnte. Auch der böse Mensch, das böse Herrchen ist dem großen Hund ähnlich. Kommt ihr in eine Beziehung, die zum Kampf führen, tritt ihm den Knochen ab, lass ihn knabbern. Dieser Knochen könnte eine Stellung sein oder ein anderer irgendein materieller Gegenstand sein. Tretet ihn ab, damit ihr nicht zu Schaden kommt. Der böse Mensch verfügt über physische Kraft, die er in sich hat. Wenn er physisch stark, er ist bereit alles anzustellen. In diesem Fall die Vernunft verlangt von einem abzutreten. Die Abtretung ist keine Angst, sondern zeit- und Energiesparen.

Jetzt, wer von euch möchte, kann die Klasse besuchen, indem er Harmonie in den Beziehungen bewahrt. Lasst euch das gesagt sein, dass jeder, der die Harmonie zerstört, schadet sich selbst und schadet den anderen. Welchen Schaden ihr auch einem zufügt, zuerst hat er eine Resonanz, eine Auswirkung in eurem Bewusstsein. Jeder krumme Gedanke, jedes krumme Gefühl oder jede krumme Tat ist ein böses Bild, das sich zuerst im Bewusstsein von demjenigen, von dem es herausgekommen ist, oder von dem, der das gemacht hat. Also das Böse, das Schlechte lässt sich in unharmonischen, nicht richtigen Formen oder Bildern aus. Das Gute lässt sich in harmonischen, richtigen Bildern aus. Man malt die einen und die anderen Bilder selbst. Ihr seht in einem Garten zwei Birnen. Ihr kostet die eine. Sie ist süß. Die andere ist bitter. Warum ist sie bitter? Die Bitterkeit zeigt ihren egoistischen Charakter. Dieser Birnenbaum hat bittere Früchte getragen, damit keiner nutzen davon hat. Damit will er sagen, dass er seine Früchte keinem geben will. Genauso gibt es bittere Gurken. Aber der Kluge kann auch die bitteren Früchte für etwas benutzen.

Eins ist wichtig, was der Schüler wissen muss: Jede Handlung von ihm wird notiert (in seiner Chronik). Hinter jedem Schüler gehen Detektive von der Weißen- und von der Schwarzen Loge, die alles notieren. Die ersten notieren die guten Gedanken, Gefühle und Taten des Schülers und die zweiten – die bösen. Und die einen und die anderen werden eure Handlungen richtig ausnutzen. Wenn sie eure bösen Handlungen notieren, die Detektive der

schwarzen Loge studieren euren Charakter um auf dem leichtesten und unbemerkbarem Weg euch an ihre Seite anzuziehen. Und die eine und die andere Loge möchten euch auf ihre Seite anzuziehen, indem sie euch überzeugen wollen, dass der Weg den sie euch bieten, der richtige und der beste Weg ist. Der beste Weg für den Schüler ist derjenige, auf dem sich seine Seele von jenen Beziehungen befreit, die ihn in der Vergangenheit und die ihn auch heute noch hemmen.

Bei freier Zeit möchte ich, dass jeder von euch die Hauptgedanken dieser Vorlesung systematisiert. Später soll jeder für sich jene wichtige Hauptgedanken, die er am besten verstanden hat und die er nutzen kann.

Wenn ich sage, dass vom Schüler Gehorsam verlangt wird, meine ich der Gehorsam im kleinsten Maße. Von 24 Stunden täglich, möchte ich, dass ihr nur eine Stunde für Gehorsam anzuwenden. Eine halbe Stunde tagsüber wenn ihr wach seid und eine halbe Stunde abends, wenn ihr in der astralen Welt seid. Aber während diesen halben Stunden müsst ihr absolut gehorsam sein. Die halbe Stunde wird ein Hauptmaß für euren Gehorsam. Also eine halbe Stunde oder 3O Minuten tagsüber werdet ihr gehorsam und während dieser Zeit werdet ihr über den Ge h o r s a m überlegen. Diese Stunde könnt ihr in einige Teile verteilen. Morgens 1O Minuten für Gehorsam nutzen, mittags – 1O Minuten und abends – 1O Minuten. Später – 1O Minuten vor dem Schlafengehen, 1O Minuten wenn ihr in der Nacht wach werdet und 1O Minuten morgens früh, vor dem Aufstehen – alles zusammen eine Stunde. Wenn ihr frisch und fröhlich aufwacht, das zeigt, dass ihr gehorsam wart. Wenn ihr schlapp, mit einem müden Geist aufsteht, das zeigt, dass ihr nicht gehorsam wart und nicht in der Schule, sondern woanders draußen gewesen seid. Das darf euch nicht entmutigen. Man geht durch allen Phasen, durch die auch das Mehl geht, bis es zu Brot wird. Das Mehl ist leicht. Wenn ihr es draußen, im offenen liegen lasst, auch der kleinste Wind ist in der Lage es weg zu blasen. Ihr nimmt warmes Wasser, tut das Mehl hinein und bildet einen Brei. Ihr tut noch Mehl hinein, bis der Brei immer mehr dichter, knetfähig wird. Ihr sammelt das Mehl von hie und von da und fangt an diese Masse zu kneten. Sie wird geschmeidig, lässt sich leicht kneten und ihr sagt, dass der Teig schon gut geknetet worden ist. Danach macht ihr ihn in Brote und bringt ihn in den Backofen. Also auch der Mensch ist zuerst wie das Mehl, später – Brei, danach – Teig und am ende – Brot. Deswegen, wenn ihr das „Mehl“ seid, ihr sollt wissen, dass ihr gerade jetzt aus der Mühle heraus gekommen seid. Wenn ihr der „Brei“ seid, ihr seid noch im Backtrog seid. Wenn ihr der „Teig“ seid, dann werdet ihr geknetet. Wenn ihr das „Brot“ werdet, bringt man euch in den Backofen und ihr freut euch, dass ihr der Menschheit nützlich sein könnt.

Dies sind Situationen, Zustände, die man durch das Leben hat. Diese Zustände werden ihn auf neuen Bilder, auf neue Gedanken und Ideen, die ihm einen Anstoß, einen Aufschwung zum Arbeiten. Die alten Lösungen, die alten Ideen werdet ihr mit neuen ersetzen, die euch verjungen werden. In der Heiligen Schrift wurde gesagt: „Die Kraft von denjenigen, die auf Gott warten, wird erneuert“. „Diejenigen die den Weg der Weisheit suchen, werden ihren Weg verbessern“. Etwas Gutes aus den guten Menschen herauszuholen, dies ist keine große Kunst, aber etwas Gutes von bösen Menschen herauszuholen, das ist eine Kunst. Wenn ihr das wisst, lasst euch nicht entmutigen, sondern arbeitet an sich mutig und entschlossen.

Die Aufgaben, die man euch aufgibt, müssen ohne Bedenken und Zweifel erledigt werden.

Das kleinste Bedenken ist ein Hemmnis. Es reicht nur zu glauben, dass man auch ohne diese Aufgabe geht um zu stolpern. Gibt man euch eine Aufgabe auf, muss sie ohne jegliche Überlegungen erfüllt werden. Wenn ihr eure Aufgabe erfüllt und das Ergebnis seht, dann könnt ihr überlegen so lange ihr wollt. Wer ein Schüler werden will, vor allem muß er seinen vernünftigen Willen anwenden. Warum? So ist das Gesetz in der Göttlichen Welt. Da wird zuerst gehandelt und später überlegt. In der menschlichen Welt ist gerader das Gegenteil:

da muss zuerst gedacht werden und später gehandelt werden. Nach der Intuition, die ein Gesetz der Göttlichen Welt ist, wenn du anfängst zu fühlen, wenn du etwas aus dieser Welt empfängst, musst du sofort handeln und später über die Folgen nachdenken. Also, wenn ihr in der Göttlichen Welt seid, zuerst werdet ihr handeln und später werdet ihr nachdenken. Wie ihr seht, dies sind zwei diametral entgegen gesetzten Methoden. Und deswegen, wenn ich sage dass der Schüler nicht überlegen soll, meine ich die Göttliche Welt. Wenn du in der Göttlichen Welt bist, zuerst wirst du handeln und später wirst du denken. Wenn du in die menschliche Welt hinunter steigst, wirst du zuerst denken und später handeln. Warum ist es so? Weil, wenn wir handeln, Gott denkt. Wenn wir denken, Gott handelt. Wie handelt der Architekt? Zuerst denkt er den Plan des Hauses durch, berücksichtigt eine Reihe von Situationen – Mittel, Material, Standort. Später setzt er den Plan zusammen und danach schon setzt er ihn um. Er handelt nach dem fertigen Plan. Also hat man vor zuerst zu überlegen, ist man in der menschlichen Welt. Hat man vor zuerst zu handeln, dann ist man in der Göttlichen Welt. Nach der Methode, die ihr euch bedient, werdet ihr erkennen können in welcher Welt ihr seid. Wenn ihr die Methoden durcheinander bringt, werdet ihr einen Fehler machen. Wenn ihr zuerst in die Göttliche Welt hineingeht und zuerst überlegt und danach handelt, werdet ihr einen Fehler machen. Wenn ihr in die menschliche Welt hineingeht und zuerst handelt und danach überlegt, werdet ihr wieder einen Fehler machen. Die Methoden dieser zwei Welten unterscheiden sich gründlich. Sie sind streng bestimmt, infolge dessen darf gar keine Verstellung stattfinden.

Und somit, ihr werdet überlegen und handeln; handeln und überlegen.

16. Lektion vom Lehrer, gehalten am 14. Juni 1922 in Sofia

 

Home English Russian French Bulgarian Polish Deutsch Slovak Spanish Italian Greek Esperanto

About    Search History    Top 100    Search Help