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 Eigenschaften und Ausdruck des Willens

Vierter Vortrag, der vom Meisters,

am Mittwoch, dem 15. März 1922 in Sofia

vor der Jugendokkultklasse gehalten worden ist.

Stilles Gebet

Es wurden die Aufsätze zum Thema: “Der Platz des Willens” gelesen.

Für das nächste Mal sollt ihr eine Inhaltsangabe dieses Themas machen. Ich werde aber wissentschaftlich, aus phrenologischer Sicht sprechen, was der Wille darstellt. Ihr habt in euren Aufsätzen die Frage nach dem Willen psychologisch erörtert.

Für das nächste Mal sollen drei Personen über die Herkunft der weißen Farbe schreiben. Behandelt diese Frage aus natürlicher Sicht, so,wie es in der Natur ist. Ich bringe euch auf die Idee, was die weiße Farbe darstellt. Stellt ihr euch vor, dass ihr in einem weißen Stoff ein Loch macht. Wie sieht das von weitem aus? Von weitem sieht das Loch wie ein schwarzer Fleck aus. Also jedes Ding, das nicht beleuchtet wird, sieht schwarz, dunkel aus. Und umgekehrt, wenn ihr in einem schwarzen Stoff ein Loch macht und beleuchtet es, wird es wie ein heller, weißer Fleck aussehen. Womit kann die weiße Fläche verglichen werden? Die alten Scholastiker stellen den menschlichen Verstand einem weißen Blatt Papier gleich, auf dem man schreiben kann.

Jetzt werden wir die Eigenschaften und die Äußerung des Willens behandeln. Der Wille äußert sich in drei Welten: nämlich in der Welt des Verstandes, des Herzens, d. h. in der Welt der Gefühle und der Wünsche oder in der astralen Welt und in der physischen Welt. Unter dem Willen versteht man einen Prozess der Begrenzung. Stellt euch einen reichen, aber verschwenderischen Menschen vor, der jährlich hunderte tausende Euro´s ausgibt und das Geld reicht ihm nie. Er wendet sich an Freunde und will von irgendwoher Geld bekommen, aber alle weigern sich ihm welches zu geben. Schließlich beschließt er, auf irgendwelche Weise sein Budget zu verringern. Wie kann er das erreichen? Er soll sich an sich selbst wenden und dort Mittel und Methoden finden, um auf sich zu wirken. Er wird beginnen, weniger zu essen und zu trinken usw. Das kann er nur durch Anwendung seines Willens erreichen. Also durch die Anwendung des Willens kann man kleiner oder größer werden, d. h. zusammenzuschrumpfen oder sich zu erweitern. Der erste Prozess, mit dem der Wille beginnt, das ist die Beschränkung. Ohne Beschränkung kann sich der Wille nicht äußern. Vor allem bedeutet der Wille eine streng bestimmte Bewegung im Bewusstsein, d. h. eine Neigung im Bewusstsein. Also, solange die Dinge nicht beschränkt werden, wird es keine Neigung, keine Bewegung geben. Wenn sie sich auf einer engen Fläche beschränken, kommt auch die Bewegung. Aus phrenologischer Sicht haben nicht alle Menschen einen gleichgut entwickelten Willen. Deshalb soll der Mensch die Merkmale des Willens kennen und zwar um zu wissen, welcher Wille stark und welcher schwach ist. Er soll außerdem wissen, welcher Wille kultiviert d.h. erzogen ist und welcher einfach, d.h. natürlich ist.

Jetzt, als Schüler der okkulten Schule sollt ihr die Merkmale des Willens kennen. Wie jedes Ding, so hat auch der Wille, seine Kennzeichen. Könnt ihr zum Beispiel von einem Menschen einen philosophischen Gedanken erwarten, dessen Stirn nur 2 cm breit ist? Die Stirn des Menschen soll mindestens 4 cm breit sein, um denken zu können. Wenn ihr das wisst, werden viele Illusionen in eurem Leben verschwinden. Wenn ihr mit Illusionen, mit Irrtümern lebt und euch dabei mit okkulten Wissenschaften beschäftigt, werdet ihr in eine Reihe von Gefahren geraten. Warum? Wenn jemand denkt, dass er genial ist, wird ihm der Okkultismus beweisen, dass er nicht solch einer ist und er wird mutlos werden. Der Schüler soll wissen, dass das Geniale in ihm im Keim steckt und wie beim Keim im Kern muss eine bestimmte Zeit vergehen, bis er heranwächst, bis er sich entwickelt und äußert. Es gibt also Genien, die kaum im Prozess ihres Heranwachsens begriffen sind und es gibt Genien, die schon herangewachsen sind. So dass, wenn ihr von einem Menschen sagt, dass er genial ist, heißt das, dass er herangewachsen ist und sich geäußert hat. Bei den einfachen, ungebildeten Menschen steckt das Geniale noch im Keim und man muss lange warten bis das Geniale sich in ihm äußert. Es wird überhaupt nur alle 100 Jahre je ein Genie auf derWelt geboren, alle 1000 Jahre ein Heiliger und alle 2000 Jahre je ein großer Meister. Jedes Jahr wird je ein talentierter Mensch, jeden Tag je ein gewöhnlicher Mensch und jede Stunde ein dummer Mensch geboren.

So dass, wer es eilig hat, wer die Sachen mit der Geschwindigkeit der Stunden erwerben will, der gehört zu den dummen Menschen. Wer die Stunden zählt, wenn er vom Gott lernt, das ist ein dummer Mensch. Wer die Tage zählt, gehört zu den gewöhnlichen Menschen. Die gewöhnlichen Menschen werden also unter gewöhnlichen Umständen geboren.

Überhaupt müssen die Menschen arbeiten, um ihren Willen zu entwickeln. Zu diesem Zweck müssen sie gewisse Methoden, gewisse Normen haben. Nach dem Verständnis der Leute, hat auf Erden nur derjenige einen starken Willen, der physisch stark ist und der mit den Schwierigkeiten im Leben fertig zu werden vermag. Wenn ihr einen solchen Menschen trefft, zieht er gleich seinen Säbel heraus. Damit will er zeigen, dass er ein Mensch mit einem starken Willen ist und leicht mit den Schwierigkeiten im Leben fertig wird. Wenn der Schriftsteller die Feder in die Hand nimmt, äußert er seinen Willen. Das zeigt, dass er auch arbeiten kann. Wenn der Kaufmann seine Kasse öffnet, dann äußert er seinen Willen. Das Geld ist ein Stimulus im Leben der Menschen. Wenn der Arme seinen Beutel mit dem Brot aufmacht, äußert er auch seinen Willen. Wenn der Gelehrte sein Buch aufschlägt und zu lesen beginnt, äußert er seinen Willen. Wenn der Chemiker in sein Labor geht, äußert er seinen Willen. Also der Stimulus im Leben, der den Willen anregt, sich zu äußern, ist verschieden. Deshalb, wenn der Mensch seinen Kopf anschaut, soll er sich mit Glauben erfüllen und er soll nicht verzagen, sondern soll wissen, dass es etwas gibt, auf das er sich verlassen kann. Er soll sich mutig und entschlossen wie ein Militärzugehöriger fühlen, der, wenn er seinen Säbel nur berührt, er sich auf seine Stärke verlässt und weiß, dass er damit umgehen kann.

Vor allem sollt ihr an euch selbst, an euren Verstand glauben und sollt wissen, dass ihr damit arbeiten könnt. Dann sollt ihr an euer Herz als ein Emblem eurer Gefühle glauben, dass es alle Schwierigkeiten und Leiden auszuhalten vermag.

Schließlich sollt ihr auch an euren Magen glauben und wissen, dass er die Nahrung, die man ihm gibt bearbeiten kann und das Notwendige für den ganzen Organismus liefern kann. Genauso sollt ihr an eure Arme und Beine glauben und wissen, dass ihr damit arbeiten und gehen könnt. Der Kopf, das Herz, der Magen die Arme und die Beine stellen einen Talisman im Leben des Menschen dar, worauf man sich verlassen kann. Der Kopf vermag alle Fragen vernünftig zu lösen. Deshalb muss man sein Gehirn schützen, damit es nicht demagnetisiert wird. Bei großen Erschütterungen kann das Gehirn seine Kräfte verlieren. Die Ursachen für diese Erschütterungen können im Verstand, im Herzen liegen oder einen physischen Charakter haben. So ein Beispiel haben wir an einem russischen Geiger, der, indem er einen anderen berühmten Geiger gehört hat, statt sich anzuregen zu lassen, sich entmutigen ließ. Das zeigt, dass die hohen Berggipfel weit von den Städten entfernt sein sollen, um keinen Schatten darauf zu werfen. Mit anderen Worten, müssen die großen Autoritäten, die großen Menschen weit von den gewöhnlichen Menschen entfernt stehen, um sie nicht in den Schatten zu stellen und nicht zu hindern. Man kann auf eine Autorität seine Zuversicht setzen und von ihr Impulse bekommen. Die Autorität soll die Gedanken der anderen Menschen wecken und sie dabei nicht beschränken. Wenn ihr in der Anwesenheit eines Gelehrten nicht frei denkt, kann dieser Gelehrte keine Autorität für euch sein. Nur Gott kann eine richtige Autorität für die Menschen sein. Trotzdem hat Er sich so verborgen, dass man Ihn nirgendwo finden kann. Die Menschen suchen Ihn von jeher und immer noch können sie Ihn nicht finden.

Wenn man euch jetzt fragt, wo der Platz des Willens im Körper ist, was werdet ihr antworten? Ihr wisst, dass das Gehirn im Kopf der Platz des Gedankens ist und die Lunge und das Herz – der Platz der Gefühle. So sollt ihr auch den Platz des Willens im Körper kennen. Je mehr der Mensch fühlt, desto mehr erweitert er sich. Es ist bemerkt worden, dass, wenn der Mensch traurig ist, er tief seufzt. Also in den Lungen steckt die Empfindlichkeit des Menschen. Deshalb muss man tief atmen, damit sich die Trauer legt. Die Reaktionen und die Hindernisse erfolgen im Magen. Der Wille des Menschen wird durch die Arme, durch die Beine, durch die Zunge, durch die Augen und durch die Ohren des Menschen ausgedrückt. Die Sinne sind überhaupt der Platz des Willens. Dadurch äußert er sich und wirkt. Beim Maler z. B. äußert sich der Wille durch den Pinsel. Beim Redner äußert sich der Wille zuerst durch den Gedanken und dann durch die Zunge. Also kann der Wille in jedes Glied des Menschen eindringen und ihn von dort aus leiten. In dieser Hinsicht ist der Wille die Außenseite, d. h. die geäußerte, objktive Seite des Daseins.

Also, jedes äußere Glied im menschlichen Organismus hat eine Beziehung zu den Funktionen, welche sich innerlich vollziehen. Z. B. ist die Stirn ein Ausdruck des Gedankens, die Nase – der Gefühle, das Kinn – des Willens. Die gleiche Verteilung der Funktionen sieht man an den Fingern der menschlichen Hand. Das erste Glied des Daumens ist ein Ausdruck des Willens, das zweite – des menschlichen Verstands und das dritte – der Gefühle. Es ist bemerkt worden, dass, wenn der Wille schwächer wird, ballt sich die Hand so zu einer Faust, dass der Daumen verdeckt wird. Wenn jemand den Verstand verliert, hält er seine Finger gespreizt. Wer seinen Daumen immer oben, über der Faust hält ist ein Mensch mit Willen. Die Faust des Menschen ist einem Hammer ähnlich, womit er arbeiten kann. Deshalb soll sich jeder Mensch beobachten, um seinen Daumen nicht zu verbergen. Wenn er seinen Daumen versteckt, demagnetisiert er sich. Also haltet euren Daumen immer über der Faust, über den anderen Fingern. Dann werden im Kopf solche Zentren geweckt, die in Verbindung mit dem Daumen stehen.

Der Daumen ist der wichtigste Finger der menschlichen Hand. Er zeichnet sich aus. Ohne den Daumen haben die anderen Finger keinen Sinn. Durch den Daumen wird allen Fingern ein Sinn gegeben. Ihr sollt an der Form des Daumens arbeiten. Wenn die Form des Daumens schön ist, werdet ihr auch gut auf euren Willen einwirken können. Wenn ihr die pathologischen Äußerungen des menschlichen Willens studiert, werdet ihr merken, dass das erste Glied des Daumens bei den Verbrechern klein und rund ist. Diese Menschen können jetzt keine Verbrecher sein, aber sie tragen die Folgen ihrer Verbrechen vom frühen Leben. Wenn sich der Wille im Menschen gut entwickelt, wächst das erste Glied des Daumens. Wenn sich der Verstand richtig entwickelt, wächst das zweite Glied. In dieser Hinsicht ist der Daumen des Menschen ein Barometer, wonach man über die Entwicklung seines Willens urteilen kann. Ihr sagt: “Kann in einem Leben der Daumen des Menschen wachsen?” Natürlich. Wenn in einem Leben der Daumen einen halben Millimeter gewachsen ist, hat der Mensch viel erreicht. Wenn ihr bewusst arbeitet, könnt ihr schon in einigen Jahren bemerken, dass eure Nase oder euer Daumen länger geworden sind. Wenn das erste Glied des Daumens sehr lang ist, ist ein solcher Mensch eigensinnig. Normalerweise soll das zweite Glied länger als das erste sein. Das zeigt, dass der Verstand die Übermacht über dem Willen gewinnen muss. Genauso soll das dritte Glied, der Bereich der Gefühle, breit sein.

Der Wille stellt die physische Seite des Menschen dar. Wenn der Wille in einem Menschen die Übermacht gewinnt, wird er für starrköpfig und eigensinnig gehalten. Wenn er etwas im Sinn hat, ob richtig oder falsch, weicht er nicht zurück. Er wird das unbedingt ausführen. In diesem Menschen gewinnt der Stolz die Übermacht. Er denkt, dass er keine Fehler machen könne. Wenn er etwas einmal sagt, ist es richtig. Gewöhnlich sind die intelligenten, gelehrten Leute tolerant und die ungebildeten – beharrlich.

Man kann den Willen in den Kleinigkeiten prüfen und stählen. Sagt euch z. B., dass ihr morgen um 4 Uhr am Morgen aufstehen sollt und seht inwieweit ihr es schaffen werdet. Wenn ihr sagt, dass ihr am Morgen um 4 Uhr aufstehen werdet, wird gleich die Versuchung kommen und ihr werdet sagen:“Wer steht so früh bei dieser Kälte auf? Draußen ist es so sehr kalt und ich könnte mich erkälten.” Nein, sagst du einmal, dass du um 4 Uhr am Morgen aufstehen wirst, wirst du auch aufstehen, dich schnell anziehen und im Zimmer spazieren gehen. Dabei besteht keine Gefahr sich zu erkälten.

Viele okkulte Schüler schaffen es nicht, weil sie sich nicht konzentrieren können. Wenn sich der Schüler konzentriert, soll sein Gedanke ungehindert von einem Zustand in den anderen übergehen. Wer sich nicht konzentrieren kann, schläft ein und sein Bewusstsein kommt in einen niedrigeren Bereich. Dabei werden die Bilder, die der Mensch sehen könnte, unterbrochen. Dieses Einschlafen ist auf Wesen zurückzuführen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, die Menschen zum Schlafen zu bringen, um ihnen die Möglichkeit zu entziehen, mehr zu sehen. Indem man das weiß muss man kämpfen, um nicht einzuschlafen. Wenn sich die Menschen zu konzentrieren beginnen, schlafen sie meistens ein, weil sie viele Feinde haben, die sie bewusst hindern, die ihr Bewusstsein benebeln und so kommen sie nach unten. Wenn die Feinde ihnen Gedanken einflößen, beginnen sie einzuschlafen und fallen in die feindlichen Hände. Man erlaubt also demjenigen kein Einschlafen, der sich konzentrieren will. Er muss still und ruhig sein und soll nicht an die Resultate denken.

Die Natur liebt Beharrlichkeit, Beständigkeit, jedoch nicht den Eigenwillen. Denkt nicht, dass ihr die Natur unterwerfen könntet. Das ist unmöglich. Wenn sich die Menschen mit der Natur harmonisieren und an sie mit Aufrichtigkeit und Beständigkeit herantreten, gibt sie ihnen das, was sie brauchen. Seid wie der Schüler, der vor seinem Lehrer beharrt, der lernt und zu allen Opfern bereit ist. Wenn der Schüler beständigt bleibt, ist der Lehrer bereit zu geben. Auch die Natur handelt auf diese Weise. Wenn sie sieht, dass die Menschen zu allen Opfern bereit sind, hat sie Lust zu geben. Wenn die Menschen eigensinnig sind, entzieht sie ihnen alles, was sie von ihr verlangen. Also, nur derjenige hat einen Willen, der, nachdem man ihm einen guten Wunsch 99 Mal abgelehnt hat, nicht aufgibt. Schließlich wird sein Wille beim 100. Mal überwinden. In diesem Leben habt ihr karmisch eine Reihe Hindernise, die ihr überwinden sollt. Einige von euch haben größere Hinder -nisse, andere – kleinere. Kraft des Willens werdet ihr sie leichter oder weniger leicht überwinden. Wenn einige bis zu einem gewissen Zustand kommen, entmutigen sie sich und wollen nicht mehr weiter arbeiten. Sie entschuldigen sich damit, dass sie noch jung seien und dass sie noch ein bisschen fröhlich leben wollten. Eines Tages, wenn sie älter geworden sind, werden sie sich an diese Arbeit erinnern. Wenn sie es auch dann nicht schaffen, werden sie diese Aufgabe auf ein anderes Leben verlegen. Nein, tretet jetzt gleich an die Arbeit heran, ohne jede Verschiebung. Wenn ihr die Arbeit auf die Zukunft verlegt, werdet ihr wieder auf das gleiche Gesetz stoßen. Beginnt bewusst mit Begrenzung, aber ohne Gequältheit zu arbeiten. Befreit euch von allem, was euch im Leben hindert. Arbeitet, um das zu erwerben, was euch fehlt.

Also, indem ihr an eurem Willen arbeitet, werdet ihr zuerst mit dem physischen Menschen, mit eurem Körper fertig werden, dann mit euren Gefühlen und zum Schluss mit euren Gedanken. In diese Richtung sollt ihr nämlich euren Willen richten. Auf diese Weise nur, könnt ihr euren Körper schöpferisch gestalten, und diejenigen Elemente in ihn bringen, welche ihm eine größere Wachheit und mehr Ausdauer geben werden; und auch nur auf diese Weise werdet ihr in euren Körper solche Elemente hineinbringen, welche euren Gefühlen und euren Gedanken mehr Ausdauer übertragen werden.

Alle, die in diese Klasse kommen, können im Verlauf der 24 Stunden des Tages, 2 positive Stunden zur Arbeit bestimmen. Die eine Stunde kann morgens und die andere – abends sein. Während dieser 2 Stunden sollt ihr einen guten Wunsch haben, und euch gegenseitig zur Stärkung eures Willens schicken. Zur Zeit ist es genug, diese 2 Stunden nur an einem Tag der Woche zu wählen, an einem beliebigen Tag. Und dann, wenn ihr morgens aufsteht und bevor ihr schlafen geht, stellt euch still, mit innerer Ruhe und in einer guten Stimmung des Geistes hin und wünscht euch etwas Gutes. Dann sendet jedem aus der Klasse je einen guten Gedanken. Der Erfolg bei dieser Arbeit ist von der Stimmung eures Herzens und eures Verstandes abhängig. Ohne gute Stimmung geht es nicht.

Deshalb werdet ihr, um einen kleinen Versuch zu machen, im Verlaufe dieser zwei Stunden, jedem aus der Klasse gute Gedanken zusenden. Ihr sollt mit den kleinen Versuchen anfangen und allmählich werdet ihr zu den großen übergehen. Wenn der Schüler den ersten Buchstaben des Alphabets, später den zweiten und den dritten nicht schreiben nicht in Silben und Wörtern zusammensetzen kann, so vermag er auch auf keine andere Weise einen Satz zu bilden.

Das Gleiche sollt ihr auch mit euren Mitschülern aus der Klasse tun. Ihr sollt euch einen jeden von ihnen persönlich vorstellen, sein Gesicht durch euer Bewusstsein ziehen lassen und auf diese Weise werdet ihr euch mit ihm durch euren guten Gedanken verbinden. Ihr sollt euch bei jedem gedanklich aufhalten, genauso wie wenn ihr am abend oder morgens die Blumen gießt. Wenn ihr euren Garten begießt, so nehmt ihr eine Gießkanne und geht von einer Blume zur anderen, um sie zu gießen. In der okkulten Wissenschaft ist es nicht erlaubt, die Blumen mit einem Gummischlauch zu gießen. Freilich, es ist leichter, die Blumen mit einem Schlauch zu gießen, aber die Resultate daraus sind nicht gut. So aber, mit einer Gießkanne von einer Blume zur anderen gehend, ist es zwar langsamer und man braucht länger, aber die Resultate sind ausgezeichnet. Für jeden Schüler sollt ihr also je 10 Sekunden verwenden, höchstens eine halbe Stunde. Wenn ihr für jeden eine Minute verwendet, werdet ihr müde werden. Der Versuch soll mit guter Stimmung, ohne jede Müdigkeit ausgeführt werden. Das Gute, das ihr euch wünscht werdet ihr auch den anderen schicken. Auf diese Weise werdet ihr euren Willen polarisieren. Wenn ihr euch in der Konzentration eurer Gedanken übt, könnt ihr diesen Versuch auch länger machen, indem ihr jedem je 2,3, bis 5 Minuten widmet. Es soll in euch aber keine Ungeduld und auch kein Wunsch, den Versuch schneller zu beenden, entstehen. Beschäftigt euch mit jedem nicht länger als 10 Sekunden. Welchen Tag würdet ihr jetzt für die Übung wählen? Donnerstag? Also morgen früh von 5 bis 6 Uhr und am Abend von 11 bis 12 Uhr werdet ihr diese Übung ausführen. Ihr sollt nicht zu Bett gehen, solange ihr die Übung nicht gemacht habt. Ihr sollt wach und munter sein, um sie gut erfüllen zu können. Zur Zeit sollt ihr nur versprechen, diese Übung an dem bestimmten Wochentag auszuführen. Dann sollt ihr versprechen, sie vier Wochen lang und danach ein ganzes Jahr beizubehalten. Es ist richtig, dass man mit dem Kleinen anfängt und allmählich zum Großen übergeht. Jemand gibt dir ein Versprechen, etwas sein ganzes Leben lang zu tun, aber dann erfüllt er es nicht. Was für Gedanken sollen wir schicken? – Was ihr euch selbst wünscht. Während der Zeit der Konzentration sollt ihr still und ruhig sein und der Gedanke wird von allein auftauchen. Jenen Gedanken, welcher in eurem Verstand auftaucht, den sollt ihr aufschreiben. Er wird kurz und klar sein. Ihr vermögt den Gedanken nicht gut auszudrücken? Das spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass euer Wunsch aufrichtig ist. Wenn das Kind malen will, so ist sein Wunsch richtig, jedoch die Form ist noch nicht richtig. Eines Tages wird auch die Form richtig sein.

Wenn ihr euren Gedanken projeziert, sprecht den folgenden Satz aus:” Ohne Angst in die unendliche Liebe!” Dieser Satz wird euch als eine Methode zur Einzäu- nung dienen.

Stilles Gebet

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