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 Wer Winkt

„Wer mit Augen winket, wird Mühe anrichten; und der ein Narrenmaul hat, wird geschlagen.“

Sprüche Salomos 10:10

Ich will, dass ihr in diesem Monat alle Sprüche Salomos lest und diese auswendig lernt, die euch einen starken Eindruck machen. Ich werde euch dann erzählen, warum ihr sie auswendig lernen sollt.

Merkt, dass das Auge von allen menschlichen Sinnesorganen eine der höchsten Stellen einnimmt. Das Auge benutzt die Helligkeit, und wir berühren mit ihr die Gegenstände. Der Sinn im Ohr wird durch bestimmte Vibrationen der Luft übergeben. Beim Geruchssinn verbreiten sich die Gerüche auch durch Vibrationen der Luftteilchen. Aber beim Geschmack und Tastsinn müssen wir genau rein physische Mittel benutzen – eine Annäherung zur Zunge oder eine Berührung mit den Fingern. Also, das Auge hat eine rein geistige Bedeutung.

Das Augenblinzeln enthält zwei Momente: der eine ist, wenn das Auge sich schließt, und der andere – wenn es sich öffnet. Das Öffnen ist der Tag, es ist ein Augenblick. Wenn du deine Augen öffnest und schließt, vergeht eine Periode von vierundzwanzig Stunden. Wenn du deine Augen schließt, werden alle Verbrechen in der Welt begangen. Ihr alle blinzelt zu. Wenn ein böser Gedanke in euch eintritt, blinzelt ihr zu. Jemand macht einen Fehler, also, er blinzelt oft zu. Ein Mädchen blinzelt einem Burschen zu, und ein Bursche - einem Mädchen. Dadurch ist eine unregelmäßige Bewegung des menschlichen Verstands dargestellt. Wenn du zublinzelst, bedeutet das, dass du eine Stufe weiter heruntergehst. Die Augen der Menschen, die zublinzeln, werden klein, und man sagt über Leute mit kleinen Augen, dass sie listig und schlau sind. Das ist ein Ergebnis des Augenblinzelns. Euer Verstand degradiert nach demselben Gesetz. Wenn die Augen klein werden, degradiert der Verstand auch, alle edlen Gedanken und Gefühle verschwinden aus ihm. Das zeigt, dass eure Welt enger wird, und der Kreis eurer Kenntnisse verengt.

Salomo, der diese Parabeln gesammelt hat, sagt: “ Wer mit Augen winket, wird Mühe anrichten” Eine Mühe wem? Seiner Seele. Weil ihre Fenster immer kleiner werden, weniger Licht hineinkommt, und durch die Fenster kommt auch das Leben hinein. Wenn ein Göttlicher Gedanke zu dir kommt, und du sagst dir: „Es ist nun keine Zeit“, das bedeutet, dass du gewinkt hast. Man lässt dich, dass du eine Arbeit machst, aber du sagst: “Es ist keine Zeit” – du hast gewinkt. Du winkst - heute, morgen, übermorgen; du blinzest einem, zwei, drei Burschen zu, und alle gehen hinter dir, ein wahrer Skandal. Wenn ein Mädchen ernst ist, wird niemand hinter ihm gehen. Im Leben gibt es viele solche Burschen; denkt nicht, dass sie nur auf dem physischen Feld existieren – sie sind auch im Herzen und im Kopf. Unter dem Winken versteht man einen Menschen, der die Göttlichen Gesetze nicht lernen will.

Wir, die Bulgaren, haben eine Sitte, dass wir unseren Kopf als Zeichen der Bestätigung oder Verneinung schütteln. Wenn die Bulgaren etwas bestätigen, schütteln sie ihren Kopf nach unten, und wenn sie verneinen - nach oben. Ihr werdet merken, dass das Pferd so seinen Kopf schüttelt. Diese Bewegung bedeutet etwas: wenn das Pferd seinen Kopf schüttelt, bedeutet das: “Herr, dieser Weg, auf dem du, deine Frau und Kinder gehen, wird dich nicht zum Guten führen.“ Auf dem physischen Feld ist das Pferd ein Emblem der Intelligenz. Wenn ihr an einem Pferd vorbeigeht, und es seinen Kopf schüttelt, das bedeutet: “Freund, bis du diesen Gedanken aus deinem Kopf nicht hinauswirfst, wird deine Sache nicht gut gehen.” Korrigiere dein Benehmen und gehe wieder zu diesem Pferd, und du wirst sehen, dass es seinen Kopf nicht mehr schütteln wird. Wenn euer Verstand seinen Kopf wie ein Pendel einer Uhr schüttelt, bedeutet das, dass deine Sache nicht gut geht. Pass auf, dass dein Verstand seinen Kopf nicht schüttelt, dass er an einer Stelle steht und arbeitet. Das hat eine Beziehung auch zu einigen psychischen Zuständen: Menschen, die sehr nervös sind, blinzen mit ihren Augen zu. Wenn man beginnt, das seelische Gleichgewicht zu verlieren, schüttelt man den Kopf, blinzelt man mit den Augen zu und bewegt man die Beine, aber diese Bewegungen sind unregelmäßig, sie sind wie einen Wirbelwind, der nur Staub aufwirbelt.

Ich erkläre auf dieselbe Weise auch das Gesetz der Trauer. Jemand sagt: „Ich bin traurig.“ Gut, lass deine Augen geöffnet! „Aber mir ist es sehr schwer zumute.” Lass deine Augen geöffnet! „Mir tut der Rücken weh.” Setz ihn der Sonne aus! Lass deinen Verstand munter, frisch und öffne deine Augen zum Gott! Du sagst: “Na ja, ich werde nun über den Gott denken!“. Mit diesen Wörtern hast du deine Augen geschlossen. Eine Magd verliebt sich in einen Burschen und schliesst schon ihre Augen für ihre Mutter, ihren Vater, für alle zu Hause und denkt nur an den Burschen. So schließen wir auch unsere Augen, unsere Seele und unser Herz und beginnen nur über vorübergehende Dinge zu denken.

Der Mensch hat drei Arten von Augen: die ersten sind physisch, die zweiten sind - der Seele und die dritten – des Verstands. Wenn ihr daran zweifelt, macht einen kleinen Versuch: wenn ihr am Morgen sehr mißgelaunt aufsteht, bleibt stehen und sagt: “Ich werde nicht zublinzen!” Denkt an Gott, beginnt über den Gott zu denken, über alles Gute, über die Engel. Denkt so meistens fünf-zehn Minuten, und ihr werdet gleich ein Gleichgewicht der Seele empfinden. Und nun wie lasst ihr euch behandeln? Ihr steht morgens auf, seid mißgelaunt, stellt euren Rucksack an den Rücken und geht zu den Nachbarn und beginnt: “Wisst ihr, wie schwer mir zumute ist!” Die andere antwortet: „Und weißt du, was mir geschehen ist?“ Die beiden gehen dann zu einer dritten und erzählen ihr Leiden. Sie beschwert ihnen über ihre Unannehmlichkeiten, und was geschieht? Alle tragen ihre Rucksäcke. Nicht auf diese Weise! Versammelt euch, die drei Schwestern, setzt euch auf einen Stuhl, wendet euch zum Osten, überlegt ein bisschen zehn-fünfzehn Minuten, und euer Verstand wird gleich sich klären, und ein Licht wird ihn durchdringen. Dann, wenn ihr einen Gedanken bekommt, unabhängig davon wie klein er ist, wendet ihn an.

“Und der ein Narrenmaul hat, wird geschlagen.” In diesem Spruch sind die Symbole der Augen und des Mundes dargestellt. Wer zublinzt, bringt eine Trauer, und der Wahnsinnige ist dieser, der lange Zeit gewinkt hat. Sein Verstand ist wegen des langen Augenblinzelns wahnsinnig geworden, d.h. er spricht das, was nötig und nicht nötig ist. Alle gegenwärtigen Leute leiden daran. Dein Mann hat etwas gemacht, hat dir etwas Beleidigendes gesagt, und du gehst sofort von Haus zu Haus erzählen, was für einen Mann du hast. Wenn du ein und dasselbes Ding wiederholst, greifst in einen und denselben Korb: “Mein Mann ist grausam, ein Gauner, ich dachte, dass er edel ist!” Und die andere sagt: „Dein Mann ist eine Blume, und weißt du, was für einen mein Mann ist!” Wer hat Schuld daran? Euer Mann hat gewinkt, und ihr geht jetzt zublinzen. Euer Mann hat gezwinkert, und ihr seid schon wahnsinnig im Mund. Das, was in der Welt verdirbt, was die größten Leiden verursacht, sind jene unharmonischen und unschönen Gestalten. Zum Beispiel, du sprichst zu einem, und er verzerrt seinen Mund. Was bedeutet dieses Verzerren?

Wenn du ausrutschst, wird es ein Fallen geben. Also, der, wer zublinzt, ihm wird es schwer zumute sein, und dieser Ausrutscher ist nichts anderes als ein moralischer Verfall. Du fällst von einer Brücke bei einer Katastrophe – das ist ein Ausrutscher. Der Verfall ist immer ein Verlieren des Gleichgewichts der Seele. Bei diesem Fallen geschehen die größten Unglücke. Die wichtigste Sache ist, dass man den Verstand frisch und munter behält. Eine andere wichtige Regel ist: wenn ihr etwas sprechen werdet, sollt ihr es gut überlegen. Überlegt, ob das, worüber ihr sprechen werdet, nützlich euch oder einem anderen sein wird. Wenn das, was du sprechen wirst, niemandem nützlich sein wird, beschäftige deinen Mund mit etwas Anderes. Der Mund ist keiner Kanal für ein Spülwasser. Aus unserem Mund soll alles Erhabenste und Reinste gehen – alles, was einen Edelmut verursachen kann. Und die bösen Wörter, die oft aus eurem Mund ausgehen, sollen zu einer anderen Stelle gehen, speziell bestimmt für das Spülwasser.

Ich werde euch dieses Gesetz zeigen, ich werde euch zeigen, wie ein Gedanke physisch wirkt: wenn ihr eure Gedanken nicht offen lasst, d.h. wenn ihr eure Gedanken nicht kontrolliert, wird dieser Schmutz aus eurem Mund ausgehen, und nach einiger Zeit werdet ihr an Verstopfung leiden und einen Einlauf brauchen. Ihr sagt über einen, dass er eine Verstopfung hat. Ich sage: er hat gewinkt, er hat sein Wort nicht bewahrt. Jeder Gedanke hat eine physiologische Einwirkung auf uns, deshalb muss nur eine Reinheit aus eurem Mund kommen. Sonst werdet ihr Ärzte rufen. Ihr braucht keine Ärzte, sondern ihr müsst nach der Ursache zu jeder Krankheit suchen. Du wirst sagen: “Ich habe meinen Mund einen Kanal gemacht, und ich muss ihn saubermachen!” Alle Leute haben ihren Mund einen Kanal gemacht und wollen gut leben. Euer Mund muss ein Rohrbrunnen sein. Wenn ihr eine Verstopfung habt, könnt ihr keine Wissenschaft haben. Die Därme und der Magen müssen frei sein.

Ich werde euch weiter sprechen, welche Beziehung zwischen dem Kopf und dem Magen existiert. Es gibt eine sehr enge Beziehung zwischen der Seele und dem Geist im Körper. Berücksichtigt, dass der Magen ein Kopf der Seele ist. Der Magen ist ein Mann. Zwischen diesem Mann und dem Kopf gibt es eine enge Beziehung, sie verstehen sich gut, weil sie Männer sind. Die Lungen sind Frauen des Gehirns, und das Herz ist ihr Kind. Der Magen hat auch eine Frau und ein Kind. Ich möchte nur die Idee zu eurem Bewusstsein bringen, dass jeder Gedanke, der durch euch geht, wird ein Ergebnis in eurem Organismus hervorrufen, welches Ergebnis sich entweder jetzt oder in eurem anderen Leben zeigen wird. Wenn ihr nun eure Gedanken nicht korrigiert, werden sie zukünftig für tausend Jahre solche bleiben. Jemand wird sagen:"Ich bin wegen Segen gerettet.“ Wie? Wenn du ins Wasser fällst, und ich dich herausziehe, kannst du wegen Segen gerettet sein, aber nach deinem Herausziehen musst du arbeiten lernen.

Ich spreche euch über den gelesenen Vers, weil ich weiß, dass ihr euch mit euren Mündern sehr tretet. Wisst ihr, dass der menschliche Mund eines der schnell schießenden Werkzeuge ist, er ist ein schreckliches Maschinengewehr. Bis jetzt war er in fremden Händen, und wir müssen ihn befreien. Wer nicht gut denken kann, stoßt seinen Kopf gegen die Wand.Ich klassifiziere die Menschen nach den Köpfen so: einige, deren Köpfe vernünftig sind, und andere, deren Köpfe Rüben oder Holzköpfe sind. Wenn euer Kopf eine Rübe oder ein Holzkopf ist, habt ihr keine Chance zum Erfolg. Ihr müsst euer Gehirn arbeiten lassen, und er muss seine Arbeit erledigen.

Ich möchte nicht, dass ihr entmutigt und nicht arbeitet. Wenn ihr einen Fehler feststellt, wisst, dass er von außen gepfropft ist, er ist keine Eigenschaft der Seele. Ihr habt einen Rucksack an eurem Rücken – das ist keine Eigenschaft drinnen in euch, denkt nicht, dass ihr mit einem Rucksack geboren sind. Ein böser Gedanke ist in euch eingetreten – er ist nicht von euch, werft ihn hinaus. Wenn ich euch sage, dass es einen bösen Gedanken in euch gibt, soll das euch nicht kränken, weil ich möchte euch einheitlich von innen machen. Der Gedanke selbst, mit seinem Aufenthalt in euch, wird euch beleidigen. Damit diese Gedanken sich setzen, sollt ihr entgegengesetzte Gedanken finden. Blinzet nicht zu, sondern lasst eure Gedanken offen. Wer in euch kommt, soll kommen, aber ohne ihr ihm zublinzt. Weil Christus sagt:

“Wer nicht zur Tür hineingehet in den Schafstall, sondern steiget anderswo hinein, der ist ein Dieb und ein Mörder.” Jeder Gedanke soll durch eure Augen und Gehirn eintreten. Jeder Gedanke, der durch euer Herz eingetreten ist, ist ein Räuber. Ein solcher Gedanke muss euch nicht beunruhigen, aber man soll ihn außerhalb des Pferchs lassen.

Es gibt drei Unterabteilungen im Menschen. In der orthodoxen Kirche gibt es auch drei Einheiten, die seit tausend Jahren festgestellt sind. Sie zeigen die Entwicklung des Menschen. Die erste Abteilung ist für die Anfänger, dann für die Gläubigen und drittens – für den Pfarrer, der Gottesdienst hält und die Weise versteht, auf die man dem Gott dient. Der Pfarrer ist der Lehrer. Der Altar ist die Stelle des Lehrers, der von dort kommt, Feuer und Weihrauch ins Weihrauchfass stellt und weihräuchert. Wenn die heutigen Pfarrer zublinzen, warum machen sie das, warum weihräuchern sie? Sie wissen nicht warum. Ich weiß warum. Ihr macht das auch oft: ihr stellt Weihrauch in eure Weihrauchfässer und beginnt den Teufel zu verfolgen. Der Teufel wird mit dem Weihrauch nicht verfolgt, der Weihrauch ist nur ein Desinfektionsmittel. Das Brennen des Weihrauches zeigt, dass euer Herz auch so heiß sein muss. Die schönen Gedanken sollen aus eurem Herz herausgehen und die Atmosphäre erfrischen, in der ihr lebt. Wenn ihr so weihräuchert, versteht ihr das Symbol des Weihrauches gut. Aber wenn ihr eure Fibel unter der Achsel tragt, ohne sie zu lesen, wird sie euch keinen Nutzen bringen. Deshalb hat Gott euch Augen gegeben, die Fenster der Seele sind.

Also, immer, wenn es hell ist, müssen wir unsere Augen geöffnet lassen und soviel Licht annehmen, wie es uns nötig ist. Ihr sagt manchmal: „Es ist sehr hell“, manchmal sagt ihr: „Es ist dunkel“. Gut, öffne deine Augen mehr! Es gibt Leute, die nachts fahren, und es ist ihnen dunkel, aber es gibt auch abends ein Licht. Aber für es sind empfindlichere Organe notwendig, die es wahrnehmen. Dieses Licht benutzen die Hellseher. Die wahren Hellseher sehen am Abend besser, als am Tage, aber sie blinzen nicht zu. Sie lassen ihre Augen geöffnet. Bewahrt immer den Gedanken, dass eure Augen geöffnet sind! Man sagt über jemanden, dass er „mit geöffneten Augen gestorben ist“ und man beeilt sich, seine Augen zu schließen. Lasst diesen Toten mit geöffneten Augen. Jetzt streben alle Lehrer und Pfarrer danach, die Augen der Menschen zu schließen. Öffnet die Augen der Leute! Zum Beispiel verbringt jemand sein Dasein, und ihr sagt ihm: “Und du denkst, dass du Christ wirst!“ Das bedeutet, dass du ihm seine Augen schließt. Was wisst ihr? Das geht nicht, nein! Sag diesem deinem Bruder: „Bruder, du hast sehr gut gemacht, du hast gut begonnen.“ Es ist nicht wichtig, wann man kommen wird. Wenn ich spazieren gehe, gehe langsam, sehe alle Käferchen an, alles, das ich auf dem Weg treffe, und endlich komme ich. Es ist nicht nötig zu beeilen, damit man eher zu „Tscherni Gipfel“ kommt. Wenn du dich auf den Weg zu „Tscherni Gipfel“ machst, beobachte im Vorbeigehen die Rinnsale, sehe, was für Käferchen, Schmetterlinge es gibt, und wenn dein Verstand immer wach ist, wirst du sehen, wie Gott arbeitet. Ich möchte, dass die Augen von allen so geöffnet sind.

Ihr sagt: “Was sollen wir machen, um uns zu retten, wie retten wir uns?“ Jeder, der nicht zublinzt, ist gerettet, und wer zublinzt, ertrinkt. Deshalb entmutigt niemanden. Eure Gesichter, wenn ich euch sehe, sind streng dem Aussehen nach, aber sie sind nicht solche wegen einer wahren Ernsthaftigkeit, sondern vor Bedauern für die verlorene Jugendzeit. Ihr sagt euch: „Einmal, als ich schön, jung war!” Du bist nicht alt, irre dich nicht!Die Gedanken, die du in dir hast, sind alt, deine Kleider sind alt, aber deine Seele ist immer jung. Wenn dein Körper alt wird, ist er nicht mehr fähig, deine Gedanken zu übergeben, und Gott sagt zu den Engeln: „Geh, ziehe dieses meines Kind aus, dessen Kleider sehr unsauber sind und nicht gewaschen werden können!” Ich sage: „Bruder, man wird dich ausziehen. Oder, in eurer Sprache gesagt, du musst gehen und ein zweites Mal kommen.

Wenn ich euch über geöffnete Augen spreche, will ich, dass ihr euren physischen Körper immer sauber pflegt. Ich werde euch sagen, welcher Einfluss die guten Gedanken auf euren physischen Körper haben. Bei den Heiligen, die eine lange Zeit ein reines Leben geführt haben, wird ein besonders angenehmer Geruch gebildet, ein innerer sehr schöner Wohlgeruch, genannt nux. Wenn ihr eine schöne seelische Stimmung habt, wenn ihr in einer Überlegung seid, spürt ihr einen angenehmen Geruch, welcher zu einem erhabenen Geist gehört, der euch besucht hat. Zum Beispiel das Fasten: bei ihm entstehen solche Gedanken und werden Dinge gesehen, die die anderen nicht sehen. Es gibt religiöse Leute, die viel beten, aber nichts sehen – sie denken nur, wie sie sich retten. Nieder mit diesen Gedanken! Es gibt Leiden im Jenseits, aber hier gibt es auch schlechtere. Wenn ihr ein Verbrechen begeht, spürt ihr eine große Hölle. Jeder hat diese Hölle drinnen in seiner Seele ausprobiert, warum sucht ihr nach einer anderen Hölle? Die andere Hölle ist ein Spielzeug. Diese, innere, ist schrecklich, und dann sagt ihr: “Dieser Wurm hört nicht auf zu wühlen, beendet nicht!“ Er ist wie einen Bandwurm, gegen den ihr Arzneien nehmt, ihr werft ihn hinaus, aber sein Köpfchen bleibt wieder. Ihr sagt: „Warum ist dieser Bandwurm hineingetreten?“ Weil eure Augen geschlossen waren. In diesem Bandwurm ist ein böser Geist eingetreten, wer ständig saugt. Dieser Bandwurm wird selbst ausgehen, wenn ihr eure Augen geöffnet lassen lernt, und eure Münder sollen nicht wahnsinnig sein. Ihr könnt so euren Willen trainieren, dass ihr den Bandwurm aus dem Ort, wo er steht, für eine Minute hinauswerft.

Also, wir, die gegenwärtigen Menschen, die uns selbst heilen können, brauchen keinen Arzt. Ihr müsst euch abhärten. Damit man prüft, ob dein Gedanke stark oder nicht stark ist, tue folgendes: du hast einen Rheumatismus, welcher mit keinerlei Arzneien geheilt wird; verstehe zuerst, welche Nahrung er braucht und dann beginne mit der Kraft des Willens, ihn von einer Stelle zur anderen in deinem Körper umzustellen. Wenn er woandershin zu rücken beginnt, sag ihm: „Mein Herr, du bist in meinen Organismus eingetreten, wenn meine Augen geschlossen waren, aber nun gehe bitte zur Hintertür!” Und Hintertüren haben wir viele. Wenn jemand sich erkältet, geben die Ärzte ihm einen Aspirin, der zu einem Schwitzen führt. Die Poren, durch die das Schwitzen erfolgt, sind Hintertüren. Ich sage nicht, dass ihr nicht schwitzen sollt, aber ich sage, dass ein Gedanke, zugelassen, in unseren physischen Körper hineinzutreten, muss durch diese Poren hinausgehen. Die Poren opfern sich für unsere Augen und sagen: “Wir sind fertig, unserem Herrn zu dienen.” Durch sie geht aller Schmutz hinaus. Wenn der Mensch in der moralischen Welt einen Fehler macht, empfindet er, dass viele Ablagerungen sich in ihm anhäufen. Beseitige diese Trauer nicht, aber sei Held, ihre Ursache zu erlernen. Jemand sagt: “Ich möchte Heiliger werden!” Als du Heiliger werden willst, geh auf dem Weg, auf dem der Heilige gegangen ist. Und dir tut der Rücken weh und los, du beeilst dich, zu mir zu kommen. Die Schmerzen, Trauer, Leiden sind notwendig und bedauert sie nicht, aber findet eine Weise, auf die ihr sie benutzt. Der Teufel ist in uns eingetreten, aber wir werden ihn nicht hinauswerfen, sondern wir werden ihn in die Arbeit einspannen und ihm sagen: „Wir haben dir achttausend Jahre gearbeitet, du bist an der Reihe, uns auch soviel Jahre zu arbeiten!“ Der Teufel ist eine intelligente Kreatur, deshalb müssen wir ihn zur Arbeit zwingen.

Die Hauptübung, welche euch in diesem Monat bevorsteht, ist folgendes: Entwicklung des Willens. Aber nicht dieser, der ihr habt, sondern der vernünftige, Göttliche Willen. Bei der Entwicklung des Willens müssen ihre Gedanken streng bestimmt sein. Ihr sollt euch mit zwei Gedanken gleichzeitig nicht beschäftigen. Ihr werdet einen Gedanken begreifen, zuerst werdet ihr eine Arbeit erledigen, und dann eine andere. Alles in uns ist wie mit einer Kette verbunden. Ich werde meinen Gedanken erläutern: wir gehen nach einem bestimmten Göttlichen Plan, und jeder wird etwas Verschiedenes arbeiten. Nehmen wir an, dass einer von euch Weber ist, ein anderer – Schreiber, dritter – Arbeiter am Weinberg usw. Der Kaufmann wird seinen Gedanken im Handel anwenden, der Weber – in der Weberei, der Feldarbeiter – am Feld, überhaupt jeder – in seiner Berufung. Jener, der Weber ist, wird sicher und seriös weben; sein Garn wird fest sein müssen, seine Faser muss auch fest sein, sondern nicht verflechtet. Weil jeder Gedanke wird von den Gedanken und Wünschen gesponnen, über die ihr denkt. So wird der ganze Gedanke gebildet. Diese Faser muss fest sein und nach allen Regeln gewoben werden. Diese Faser, so gesponnen, wird wie eine Kraft eures Willens eintreten, weil der Wille immer in der materiellen Welt benutzt werden soll.

Dort, wo wir unsere Gedanken anwenden wollen, werden wir Hindernisse und Hemmungen finden. Diese Welt ist ein Rebus für uns. Zum Beispiel heiratet ihr einen Mann und wollt glücklich sein, aber ihr könnt euch nicht verständigen. Bei wem ist der Fehler? Bei eurem Mann fehlt etwas und bei euch auch fehlt etwas – ihr beide seid mit geschlossenen Augen eingetreten. Wenn sein Kopf von hinten aufgerichtet oder plattgedrückt ist, wenn seine Augen sehr klein und seine Lippen sehr dünn sind, was erwartet ihr von einem solchen Menschen? Das zeigt, dass ihr nicht füreinander seid. Gut, was macht ihr dann? Ihr sollt eure Lippen dicker machen, euer Herz entwickeln. Damit ihr euer Herz entwickelt, müsst ihr euren Willen in Bewegung setzen.

Die Phrenologen sagen, das die gegenwärtigen Leute einundvierzig Türen haben, durch die sie Besucher empfangen können. Ihr versucht durch eine Tür – ihr könnt nicht eintreten, versucht durch eine andere und endlich werdet ihr eine Tür finden, durch die ihr eintreten könnt. Also, ihr könnt auf viele Weisen die Menschen beeinflussen. Das Kind weiß auch dieses Gesetz und merkt, dass wenn es etwas will, beginnt es mit den Wörtern: “Mutti, gib das!” „Es darf nicht!“ Es beginnt dich dann zu streicheln,zu küssen, und endlich bist du einverstanden. Es hat eine von deinen Türen geöffnet und ist hineingegangen. Dieses Kind ist klug und auf diese Weise hat es seinen Willen verwendet. Aber du wirst sagen: “Ich will nicht heucheln.” Es bleibt nichts, du wirst streicheln, liebkosen, du wirst diesen Menschen glänzen. Seine Hand ist unsauber – du wirst sie waschen, du wirst ihr einen Verband machen. Ihr sollt die menschliche Seele erlernen – das ist keine leichte Kunst. Ich spreche über die Beziehungen zwischen gesunden Menschen, aber wenn ihr beide krank seid, werdet ihr dann einen von euren Nächsten von außen rufen. Manchmal wird ein Kind geboren – es wird seinen Vater und seine Mutter heilen. Jeder einzelne Mitglied kann das ganze Haus retten.

Öffnet eure Augen zum Gott! Wisst, dass eine Kreatur nicht existiert, die kluger, empfindlicher, aufgeschlossener als Gott ist. Keinerlei Engel, Seraphs, Cherubs können sich mit dem Gott vergleichen. Jemand sagt: “Wird dieser Gott sich mit mir beschäftigen?“ Ihr verursacht Gott Leiden, wenn ihr an ihn nicht glaubt. Die Philosophen sagen: “Wird Gott sich wirklich mit dir beschäftigen, du bist ein geringfügiger Pygmäe!“ Wisst, dass Gott sich auch mit den kleinsten Lebewesen im Ozean beschäftigt, er hört sogar sie, und er hört euch auch. Und ihr, die Leute des XX Jahrhunderts, lasst eure Augen geschlossen und entbehrt des Göttlichen Lichts. Wenn wir in einem Keller viele Jahre wohnen, werden wir viele Krankheiten haben. Ich behaupte das nicht nur über das physische Feld, sondern über die Geistige Welt, wo die Ursachen dieselbe sind. Wir beten, aber wir gehen aus unseren Kellern nicht. Die erste Sache ist, dass du deine Augen zum Gott öffnest. Aber du wirst sagen: „Ich weiß nicht, was Gott ist.“ Das ist nicht wichtig. Ich kann nicht wissen, welche die Elemente der Sonne sind, aber ich setze meinen Rücken der Sonne aus und benutze ihre Strahlen. Und die gelehrten Menschen sagen: “Benutze ihre Strahlen nicht, weil du weiß nicht, was sie ist!“ Ein Mensch, der zum Gott geht, ist erlöst, unabhängig davon, wie wenig er über den Gott gedacht hat und was für ein böser Mensch er ist.

Wisst, dass man in dieser Lehre, über die ich euch spreche, nicht umkommt. Sogar wenn du deine Hände, Beine, Ohren usw. verlierst, gibt es kein Umkommen. Aber ihr sagt: „Man hat ihn fortgejagt.” Nichts, er ist aus der Schule für ein-zwei Jahre fortgejagt, aber man nimmt ihn wieder an, damit er lernt. Wer die anderen stört, wird draußen fortgejagt. Wenn ihr nicht das erfüllt, was man euch lernt, wird man euch fortjagen, damit andere kommen, die hören und erfüllen wollen.

Jetzt, in geistiger Hinsicht höre ich euch oft, dass ihr Bänke schlagt. Eine Wissenschaft lernt man so nicht. Das Schlagen auf den Bänken in der Schule wird euch nicht helfen. Wer einen Willen hat, wird ihn nicht auf den Bänken üben, sondern auf den Rheumatismus, oder wenn der Magen ihm weh tut. Habt reine Gedanken in euch, damit ihr seht, was für eine Kraft die reinen Einflüsse haben. Wenn ihr euch nur mit einem Hundertmillionenteil aus dem Millimeter bewegt, dass ist viel. Denkt nicht, dass indem ihr mit dieser Lehre beginnt, werdet ihr auf einmal vieles tun. Ich werde für einen großen Fortschritt halten, wenn ihr nur mit einem Hundertmillionenteil aus dem Millimeter Erfolg habt. Das ist auch ein Fortschritt. In der ganzen Ewigkeit wird ein kontinuierlicher Fortschritt von Kenntnissen existieren. Ich bewege mich auch mit solcher Schnelligkeit, entmutigt nicht. Jeder Wissenschaftler, der beobachten will, bewegt sich langsam. Und ihr möchtet schnell beenden und dann sagen: “Ich bin bereit schon zum Professorenlehrstuhl.” Dieser Hundertmillionenteil aus dem Millimeter ist ein ewiges und genaustes Maß.

Ich werde euch eine Figur darstellen: stellt euch die Projektion eines Zentrums der Unendlichkeit vor und vermutet, dass sie für vierundzwanzig Stunden einen Kreis machen muss. Wisst ihr, mit welcher Schnelligkeit sie sich bewegen wird, damit sie einen Hundertmillionenteil aus dem Kilometer zurücklegt. Sie bewegt sich hier sehr langsam, aber die Geschwindigkeit, mit der sie oben umkreist, ist sehr hoch. Im Zentrum ist die Bewegung sehr langsam, aber oben ist sie sehr schnell. Wenn die Materie eures Herzens sich mit einer solchen Geschwindigkeit zu bewegen beginnt, würden euer Herz und Verstand schmelzen. Deshalb sollt ihr euch unten sehr langsam bewegen, damit die Bewegung oben harmonisch ist. Und verliert den Mut nicht!

Um euren Willen üben zu können, sollt ihr immer einen unangenehmen Zustand mit anderem angenehmen tauschen. Ich werde euch eine Weise zur Stärkung eures Willens zeigen. Zum Beispiel ihr habt ein sehr unangenehmes Gefühl und könnt euch von ihm nicht befreien: steht auf, findet eine Stunde und besucht eine Familie, die in einer viel schlechteren Lage als eure ist. Sagt nicht: “Das Wasser steht mir bis zum Hals, und ich werde andere besuchen!” Geht zu einer solchen Familie, die kein Holz, Brot, nichts hat, steht zehn-fünfzehn Minuten und seht, ob es dort ein Murren gibt oder nicht. Geht nach Hause und vergleicht ihren Zustand mit eurem.

Ich will, dass ihr euer Gebäude baut. Wenn ein edler Gedanke zu eurem Herz kommt, erfüllt ihn. Ihr werdet diesen Gedanken nicht erfüllen, wie in den Büchern geschrieben ist, sondern wie euer Herz euch vorsagt. Ihr werdet ihn nicht zwangsweise erfüllen, sondern nach dem Gesetz des Göttlichen Willens. Ihr könnt euch sagen: “Zuerst werde ich mein Haus reparieren.” Аlle Leute sind doch Gottes Häuser! Ein Mensch, dem wir helfen können, ist immer aus dem Göttlichen Haus. Verletze das Gesetz deines Vaters und deiner Mutter nicht, lass deinen Willen in Übereinstimmung mit ihrem, und du wirst erlöst.

Überanstrengt euch mit dem Stählen eures Willens nicht. Es reicht, dass ihr jeden Tag eine mikroskopischste Arbeit erledigt. Zum Beispiel, wenn du einem Menschen ein Glas Wasser gibst, das reicht auch. Ihr werdet sagen: „Sogar eine so kleine Arbeit!” Das ist auch etwas, was gemacht ist.

Eine andere Regel: geht nicht zu verschiedenen Häusern und Familien, wenn es euch sehr traurig, gramvoll ist, um es euch leichter zu werden. Bringt euren Mist euren Nächsten nicht, das ist keine Wissenschaft, es soll euch nicht auf diese Weise leichter werden. So werdet ihr gehen, mit dem Ziel auszunutzen, aber ohne dass ihr wollt, werdet ihr zulassen, dass man euch ausnutzt. Wenn ihr zu den anderen Häusern geht, um euren Mist dort zu lassen, mit dem Ziel, dass es euch leichter wird, werden alle euch kennen und nicht annehmen. Ich möchte, dass ihr alle sauber seid, dass ihr nichts unter den Nägeln habt. Reinigt eure Kleider, wascht euch und geht dann zum Gott! Weil selbst der Gedanke, dass du sauber bist, ist ein Wille, der Gedanke selbst, dass du sauber zum Gott gehst, wirkt auf euren Verstand. Wenn du unsauber bist, ziehe dein Kleidungsstück aus, wasche dich und gehe zu Gott, gehe beten! Ein Schüler, der unsauber ist, wird nicht angenommen. Das bedeutet nicht, dass ihr Pedanten werdet und euch mit der Sauberkeit der Menschen beschäftigt. Jeder muss sich mit seiner Sauberkeit beschäftigen. Wer sich mit dem Schmutz der Leute beschäftigt, verdirbt.

So werden wir vom Physischen zum Geistigen beginnen. Ich mag die Weltleute, weil sie sehr gut gehen, sie lenken große Aufmerksamkeit auf die physische Sauberkeit. Von ihnen verlangt man nur einen Schritt nach vorn, damit sie ins Gottes Reich eintreten. Haben sie diese Kunst – physische Sauberkeit, werden sie auch zur geistigen übergehen. Diese Dinge sind notwendig zum Schaffen einer günstigen Atmosphäre für den menschlichen Gedanken. Von der Unsauberkeit der Gedanken entsteht eine unangehehme Atmosphäre, von der die Schüler demagnetisieren. Für die Arbeit des Verstands braucht man immer eine Sauberkeit. Damit man den Himmel beobachtet, muss eine Reinheit existieren. Wenn Christus sagt, dass die Offenherzigen den Gott sehen werden, zeigt Er, dass die Reinheit eine Bedingung zum Sehen ist. Also, ihr werdet die Reinheit als eine Bedingung zur Stärkung des Willens haben. Sie kann nur durch eine Schulzeit erworben werden. Das ist eine Religion. Die Religion hat ein Kultivieren des Herzens zum Ziel, aber wir müssen nicht nur dabei verweilen. Diese Anbetung zum Gott soll im Geist, in der Wahrheit und im Verständnis sein.

Wir müssen wissen, wie wir diese Kräfte beherrschen, die Gott uns gegeben hat. In der Seele und im Herzen gibt es eine Verstopfung, die vernünftig benutzt werden soll. Ihr sagt über etwas: „Fangen wir es wie einen Ochse mit einem Zügel.“ Es geht nicht so. Was ist ein Zügel? Der Zügel ist ein Gesetz, mit dem ihr die Gedanken eurer Seele, eures Kopfs und Herzens beherrschen könnt. Lenke keine Aufmerksamkeit darauf, ob du eine Stimmung hast oder nicht. Les heute ein bisschen, und wenn der Tag vergeht, stelle in Rechnung, was du gelernt hast. Notiert das in einem Notizheft. Bis jetzt war euer Leben wahllos: ihr steht morgens auf, und bis zum Mittag seid ihr immer in der Küche, am Nachmittag wieder hin und her, und abends geht ihr müde zu Bett. Ihr sagt euch: „Morgen – immer dasselbe wartet auf uns, wann werden wir uns befreien?” Ihr werdet euch nicht befreien, weil ihr Kenntnisse durch diese Arbeit erwerbt, euren Willen in diesen Schwierigkeiten stählt.

Urteilt die anderen nicht, lasst sie mit ihren Fehlern, aber die Stärkeren sollen den Schwächeren helfen. Es gibt kein besseres Gebet als dieses, eurem Bruder zu helfen. Gott, dem du betest, ist klug und sagt: “Höre zu, schwindele vor Mir nicht, geh hinaus und erledige diese Arbeit!“ Aber du wirst sagen: „Gott, ich bin nicht gut gelaunt.“ Du bist nicht gut gelaunt, weil du auf deinem Rücken größere Last hast, als du tragen kannst. Das ist dasselbe, wenn ein Kind eine Algebra nimmt und sie anseht, obwohl es nur rechnen kann. So ist auch mit euren Gedanken – manchmal habt ihr sehr schöne Gedanken und Gefühle und sagt: „Ich habe eine sehr gute Stimmung.“ Diese Stimmung ist von einem eurer Freunde, der euch besucht und bewirtet hat. Irrt euch mit diesen Bewirtungen nicht, weil ihr morgen ohne sie bleiben werdet. Vor allem sollt ihr arbeiten und wissen, dass ihr täglich eine Arbeit erledigt, die notwendig für euch ist. Euer Herz soll sauber sein, die Seele – frisch, der Verstand – munter, und der Geist – stark!

Helft euch in diesem Monat einander. Habt keine Angst, dass der Meister das gesagt hat, jenes gesagt hat. Ich habe alles am rechten Ort gesagt, aber ihr legt falsch die Dinge aus. Wer lernt, ist immer beim Kopf, und wer nicht lernt, ist an der Schlange. Viele menschlichen Seelen haben sich so entwickelt, dass sie zu den Engeln gekommen sind, und es gibt viele Engel, die gefallen sind. Berücksichtigt, dass ihr alle Möglichkeiten zu lernen habt, und wenn ihr nicht lernt, soll es als Sünde auf eurer Seele lasten. Ihr müsst nicht sagen, dass ihr alt geworden seid. Nur der Teufel ist alt. Denkt, dass ihr jung für dieses Göttliche Wissen seid, um euren Willen in diesen Kenntnissen zu verwenden!

Einige sind reich, andere arm. Die Armut ist eine Arbeit, und der Reichtum – eine Rast. Es gibt eine schlechte Armut, es gibt auch eine gute Armut, d.h. eine schlechte Arbeit und gute Arbeit. Eine gute Arbeit ist dann, wenn du arbeiten weißt, und eine schlechte – wenn du nicht arbeiten weißt. Auf dieselbe Weise gibt es ein schlechter Reichtum und ein guter Reichtum. Aber ein anderes Mal werden diese Zustände ihre Rollen tauschen. Heute bist du ein Armer, sage: “Gott sei Dank, ich habe eine Arbeit” und beginne zu arbeiten. Morgen bist du reich, sage: „Heute werde ich mich ausruhen.”

Jetzt sage ich: wir werden diesen Abend die Welt mit einem Hundertmillionenteil aus dem Millimeter rücken, aber wir müssen alle kollektiv arbeiten. Wenn ich euch sage, dass ihr den Hass in Liebe verwandelt, wundert ihr euch, aber der Hass kann immer herausgezogen werden, weil er drinnen in uns ist. Wie wird er herausgezogen? Wenn ihr das Wasser reinigen wollt, lasst es, dass es sich klärt oder stellt ein bisschen Alaun darin, damit es sich klärt. Berücksichtigt, dass ihr in einer Schule seid und den Lehren folgen werdet, die euch gegeben werden.

Wisst ihr, wem ist dieser ähnlich, wer mich hört und nicht erfüllt. Als ob ihr ihn durch ein Gasthaus führtet, nur alle Speisen zu riechen und zu gehen, und er ist sehr hungrig. Und man lebt nicht mit einem Riechen. Auf dieselbe Weise dienen viele dem Christentum nur mit einem Riechen und sagen: “Es ist ausgezeichnet, es ist schmackhaft!“ Wer durch Kenntnisse zum Christentum gehören will, soll verstehen, dass man euch retten kann, heilen kann, anziehen kann, aber man kann kein Wissen euch wegen Segen geben. Das ist menschlich. Paulus sagt: „Teils wissen wir, teils lernen.“ Man muss nicht nur denken. Dass du denkst, das ist deine Verpflichtung. Dass du betest, das zeigt, dass du deine Schulden bezahlen sollst. Du sagst: „Ich atme”; du bist verpflichtet, zu atmen, das ist keine Sache deines Geistes. Das Wissen stammt aus der Freiheit des menschlichen Geistes, aus dem Verstehen des Gottes Willens. Ich will, dass ihr frei seid, dass ihr denkt, und eure Stimmung ist nicht wichtig. Der Lehrer kann dem Schüler keine Note nach dem Segen geben. Wenn der Schüler nicht lernt, kann er ihm keine Sechs schreiben – die Sechs soll drinnen in euch sein. Ich habe keine Sechsen, ich gebe nichts wegen Segen und gebe eine Sechs nur diesem, der arbeiten kann. Was bedeutet die Sechs? Sie ist ein Gesetz eines Fortschritts, einer Entwicklung. Wenn ich euch eine Sieben schreibe, das ist ein Gesetz der Vollkommenheit.

Ihr möchtet mit großen Arbeiten beginnen, aber ihr sollt zurückkehren. Als Christus aus dem Jenseits kam, hat Gott ihn mit der niedrigsten Lage geschickt, zur Schule. Er hat dreiunddreißig Jahre gelernt, obwohl er aus der höchsten Lage stammte, er hat sich beruhigt, war gehorsam, hat in der Tischlerei gearbeitet und machte Stühle. Er machte Stühle für euch, die nun immer über Stühle streitet. Der Stuhl ist ein Symbol bestimmter Lage, die der Mensch in der Welt haben soll. Zu Hause und überall – man streitet immer über Stühle. Christus hat diese Kunst gelernt, Stühle zu machen, und wenn ihr euch auf sie setzt, soll es euch angenehm sein. Christus hatte auch den Wunsch, die Menschen zu retten. Worin besteht dieser Wunsch? Er hat sie gelernt, eine gesundheitliche Nahrung zu essen. Ihr sollt eure Seele mit einer gesunden Nahrung ernähren, euren Kopf – mit gesunden Gedanken, und euer Herz – mit gesunden Gefühlen.

7 November 1918, Sofia

 

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